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Ralph Hasenhüttl konsterniert nach dem Aus gegen Marseille. Foto: imago

Ralph Hasenhüttl konsterniert. Foto: imago

Hasenhüttl über die Champions League: „Dort haben wir momentan nichts verloren!“

Die nächste herbe Niederlage und 15 Gegentreffer in vier Spielen: RB-Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl fand nach dem Debakel gegen die TSG Hoffenheim deutliche Worte in Bezug auf eine mögliche Qualifikation zur Champions League. Er sagte nach dem 2:5 (0:3): „Wir haben dort momentan nichts verloren!“

Seinen Frust über eine Handvoll Gegentreffer, die alle aufgrund von individuellen Fehlern fielen, konnte er nicht verhehlen. Hoffenheim hatte vor dem Spiel nur einen Punkt weniger. Jetzt haben sie zwei mehr (49) und sind näher an Platz vier dran (51) als die Sachsen (47), die jetzt noch drei Siege und zwei Pleiten vom Tabellenvierten sowie einen Hoffenheimer Einbruch benötigen, um sich erneut für die „Königsklasse” zu qualifizieren.

Gute Spiele reichen nicht

Hasenhüttl hat daran so seine Zweifel. Er sagte: „Wenn wir in den letzten Spielen im Defensivbereich nicht eine Schippe drauflegen, dann haben wir da oben in der Tabelle nichts verloren. Dann haben wir zwar ganz nette individuelle Qualität, aber nicht die mannschaftliche. Daran habe ich meine Mannschaft nach dem Spiel ganz schnell erinnert. Wir haben zwar ein gutes Spiel gemacht. Aber gute Spiele, die man verliert, reichen nicht, um vorn dabei zu sein. Deshalb haben wir da zurzeit nichts verloren.“

Dass die Vereinsführung das genauso sieht, daran besteht kaum Zweifel. Die Frage ist nur: Wen macht sie für den Negativlauf verantwortlich? Vor ein paar Wochen noch galt ein neuer Vertrag mit dem Trainer als ausgemachte Sache, nachdem Hasenhüttl seinen Willen bekundet hatte, weiter in Leipzig arbeiten zu wollen. Sein Arbeitspapier endet 2019.

15 Gegentreffer belasten Vertragsverhandlung

Jetzt aber: Ist das immer noch so? Auf die Frage, ob er durch die vielen Gegentreffer befürchtet, dass Klubchef Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick ins Grübeln kommen, antwortete er:  „Ja, müssen sie ja. Es ist auch neu für mich, in vier Spielen 15 Gegentore zu kassieren. Das habe ich auch noch nicht erlebt. Ist nicht schön, fühlt sich nicht gut an, aber ich kann versprechen: Auch das Problem werden wir angehen.“

Sportdirektor Ralf Rangnick sagte: „Wenn du so viele Tore kassierst, kannst Du keine Spiele gewinnen. Die Gegentorflut und die vielen Chancen, die wir zulassen, machen mir Sorgen.” Als Grund dafür hat Rangnick ausgemacht: „Wir verteidigen als Mannschaft nicht mehr so wie vorher. Wenn wir so spielen, werden wir auch die letzten drei Spiele nicht gewinnen.”