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Hasenhüttl über das Saisonfinale: „Einen Kampf haben wir noch!“

Nach dem 4:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg war für RB Leipzig vor dem letzten Saisonspiel in Berlin. Bei einem Sieg kommenden Samstag ist die Champions League noch drin und die Europa League sicher. Bei einer Niederlage droht Rang neun.

Lange schon nicht mehr war der Kampf um die Europapokalplätze so offen wie in dieser Saison. Hoffenheim (3.) hat 52 Punkte, Leverkusen (4.), auch, RB Leipzig folgt mit 50 Punkten, danach kommen Frankfurt (49), Stuttgart (48) und Gladbach (47). Für RB Leipzig ist deshalb ein Saisonende zwischen Rang vier und neun möglich.

Ja nur nicht selbst verbocken

Sehr wahrscheinlich ist der Sprung an Bayer und der TSG allerdings nicht. Hoffenheim spielt zu Hause gegen Dortmund, die bereits für die Königsklasse qualifiziert sind, Leverkusen empfängt Hannover. Aber die Qualifikation für die Europa League haben die Sachsen in der Hand. Bei einem Sieg sowieso, aber es könnte auch mit einer Niederlage reichen, denn Frankfurt spielt beim Tabellenzweiten Schalke und Stuttgart beim Deutschen Meister FC Bayern.

Zumal Berlin ein gutes Pflaster ist. Vor einem Jahr sicherte sich RB mit einem Sieg bei der Hertha die Teilnahme an der Champions League. „Dort haben wir einen schönen Moment erlebt“, sagte nach der Partie gegen die „Wölfe“ RB-Coach Ralph Hasenhüttl: „Aber egal, was unterm Strich am Ende herauskommt, es wäre schlimm, wenn wir es selbst verbocken würden. Deshalb spielen wir gegen die Hertha auf Sieg.“

Ähnlich schätzten auch die Führungsspieler Diego Demme und Keeper Peter Gulacsi die Ausgangslage ein. Demme sagte: „Wir müssen nächste Woche in Berlin gewinnen und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt.“ Gulacsi meinte: „Wir wollen nächste Saison international spielen. Deshalb zählt für uns nur ein Sieg.“

Ruhige Schlussphase

Der Ungar wies daraufhin, dass die Hertha, die in dieser Spielzeit nichts mehr zu gewinnen hat, nicht der schlechteste Gegner sei. Das Hinspiel verlor RB nämlich daheim mit 0:3. Gulacsi sagte: „Wir haben noch eine Rechnung mit Berlin offen.“ Zumal RB nach dem Kantersieg gegen VfL wieder mit etwas ausgestattet ist, was dem Vizemeister zuvor nach fünf sieglosen Spielen abhanden gekommen war: Selbstvertrauen. „In dieser Art und Höhe zu gewinnen“, sagte Demme nach der Partie, „war gut für uns.“

Vier Treffer durch Ademola Lookman (24., 52.), Timo Werner (34.) und Jean-Kévin Augustin (63.) sowie eine gelungene „Arbeit gegen den Ball waren heute die zwei großen Stärken, die wir ausgespielt haben“, urteilte Hasenhüttl über die Partie. „Das war Pressingfußball, wie wir uns das vorstellen“, assistierte ihm Gulacsi.

Selbst der Anschlusstreffer durch Daniel Didavi zum 1:2 (48.), brachte den verunsicherten Leipziger Kader dieses Mal nicht ins Grübeln. „Wir haben eine sehr erwachsene Leistung heute gezeigt. Wir haben auch nach dem 1:2 nicht die Köpfe hängengelassen“, sagte Gulacsi weiter, der wie sein Trainer seit Langem mal wieder eine ruhige Schlußphase hatte. Hasenhüttl sagte: „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal 20 Minuten lang so wie zum Ende des Spiels an der Seitenlinie stehen durfte.“

Jetzt also noch eine Partie – mit der alles möglich ist: von Platz vier bis nun. „Einen Kampf müssen wir noch ausführen“, sagt der Österreicher, „dann werden wir sehen, was wir für diese Saison bekommen.“


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