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Viktoria Berlin: Mit 90 Millionen auf den Spuren von RB Leipzig und Hoffenheim

Auf das eher beschauliche Umfeld von Viktoria 1889 Berlin kommen große Umwälzungen zu. Vorbild für den Verein: RB Leipzig. (Foto: Imago)

Auf das eher beschauliche Umfeld von Viktoria 1889 Berlin kommen große Umwälzungen zu. Vorbild für den Verein: RB Leipzig. (Foto: Imago)

Der Berliner Viertligist Viktoria 1889 will hoch hinaus. Die millionenschwere Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten aus Hongkong soll die Basis für eine Professionalisierung sein. Zuletzt zeigte der Trend nach unten.

Die Zusammenarbeit mit einem Investor aus Hongkong für eine angeblich hohe zweistellige Millionensumme sorgt für Wirbel beim Berliner Fußball-Regionalligisten Viktoria 1889. Der Club schloss eine Vereinbarung mit der Advantage Sports Union (ASU) über eine langfristige Kooperation ab, teilte der Viertligist am Montag mit. Zuvor hatte BILD berichtet, dass es in den Verhandlungen um einen Zehn-Jahres-Vertrag in Höhe von 90 Millionen Euro gehe.

Investor freut sich darauf „Viktorianer zu werden“

Zur Verfolgung „höherer sportlicher Ziele“ solle unter anderem auch die Ausgliederung des Profibereichs verfolgt werden, hieß es vom Verein weiter. Diese „sichert die Zukunft des Vereins und ermöglicht eine langfristige Planungssicherheit“, sagte Viktoria-Geschäftsführer Felix Sommer. Der eingetragene Verein mit rund 70 spielenden Teams solle davon unberührt bleiben.

Die ASU operiert weltweit, besitzt die Mehrheitsanteile am französischen Erstligisten OGC Nizza und war zuletzt auch bei Phoenix Rising FC aus der nordamerikanischen MLS eingestiegen. „Ich freue mich darauf ein Viktorianer zu werden“, sagte Alex Zheng, Vorstand von ASU. Dauerhaft sei eine sportliche Weiterentwicklung nur mit Unterstützung lokaler Sponsoren nicht erreichbar, begründete der Verein das Engagement weiter.

RB Leipzig und Hoffenheim als gute Beispiele

Sportlich gab es zuletzt einen Abwärtstrend bei Viktoria. In der Regionalliga Nordost hatte der Club in der abgelaufenen Saison nur den 13. Platz belegt, dabei Leistungsträger wie Karim Benyamina abgegeben. In der Spielzeit 2016/17 reichte es noch zu Rang vier.

Der Stammverein besitzt eine große Vergangenheit, war 1908 und 1911 deutscher Meister, sieben Mal Berliner Pokalsieger – und hofft auf eine ebenso große Zukunft. „Mit RB Leipzig und Hoffenheim hat man an zwei guten Beispielen gesehen, was möglich ist, wenn jemand käme und langfristig plant“, sagte Harald Sielaff, zweiter Vorsitzender des Clubs der BILD. „Dann kann in Berlin etwas Neues entstehen.“

(DPA)