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Löw: Angebote als Cheftrainer für Leipzig, New York, Salzburg

Ein ungewöhnlich offenes Interview mit RB-Co-Trainer Zsolt Löw im ungarischen Sportfernsehen hat an diesem Montag für Aufsehen gesorgt. RBLive hat sich das Gespräch beim Sender DigiSport von einer Dolmetscherin, die seit seiner Cottbuser Zeit mit Löw zusammenarbeitet, übersetzen lassen. Dabei spricht Löw, der zu Paris St. Germain wechseln will, auch über bislang unbekannte Angebote von RB Leipzig und Thomas Tuchel.

Löw bestätigte auf Nachfrage des Moderators, ob etwas dran sei, dass er auch als Cheftrainer bei RB Leipzig im Gespräch gewesen sei: „Ja, das hat einen gewissen Wahrheitsgehalt. Der Klub hat mir mehrere Möglichkeiten aufgezeigt, nachdem Hasenhüttl gegangen ist: Cheftrainer in Leipzig, Co-Trainer in Leipzig, leitender Trainer bei Red Bull New York oder Red Bull Salzburg.” Und Löw weiter: „Sie haben mir sehr viele Möglichkeiten eingeräumt, wollten mich unbedingt behalten, und das wollen sie immer noch.”

Bei RB Leipzig mochten sie diese Version nicht bestätigen. Es gebe seit Wochen eine andere 1A-Lösung, an der der Klub arbeite. RBL darf laut Uefa-Vorschrift keinen Einfluss mehr auf andere Red-Bull-Klubs ausüben.

Update: Zsolt Löw teilte via RB-Presseabteilung mit, dass diese Optionen nicht akut gewesen seien, sondern er perspektivisch diverse Co- und Cheftrainerposten hätte anstreben können, würde er bei RB Leipzig bleiben.

Zsolt Löw: „Möglichkeit Paris halte ich für die beste”

Doch Löw will nach drei Jahren in Leipzig und sechs Jahren unter der Leitung von Sportdirektor Ralf Rangnick zur neuen Saison als Co-Trainer von Thomas Tuchel zu Paris St. Germain wechseln. Das bestätigte er in dem Interview erstmals öffentlich. „Die Möglichkeit in Paris halte ich von allen für die beste – beruflich ebenso wie für meine Familie”, sagte der 39-Jährige.

„Ich habe meine Entscheidung gefällt, das war nicht leicht. Ich hatte viele gute Möglichkeiten, verschiedene Stufen waren möglich, wo ich in meiner Karriere hätte weiter vorankommen können.” Doch Löw sei nicht nur Trainer, „sondern auch Familienoberhaupt. Wir wollten eine Entscheidung fällen, die auch für meine Familie gut ist. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, in welche Richtung unser Leben weitergehen will.”

Dem Verein habe Löw seine Entscheidung vor zwei Wochen mitgeteilt und das begründet. „Für mich ist es wichtig, dass wir uns nach so vielen Jahren freundschaftlich auseinandergehen und voneinander auf höchstem Niveau sprechen. Ich glaube, das ist mir gelungen, aber ein paar Stachel sind trotzdem geblieben, weil sie mir so viele Möglichkeiten eingeräumt haben und ich mich trotzdem gegen sie entschieden habe. Das kann man nicht so schnell schlucken.” Nun hofft Löw, der in Leipzig noch Vertrag bis 2019 hat, dass sich beide Klubs noch in dieser Woche einigen. Doch, so ist zu hören, noch stimme das Ablöse-Angebot aus Paris nicht.

Tuchel wollte Löw auch nach Dortmund und München mitnehmen

Übrigens: Thomas Tuchel will seinen Ex-Spieler und Freund Zsolt Löw bereits zum dritten Mal. Bereits 2015 wollte er den Ungarn mit nach Dortmund nehmen, nachdem er RB abgesagt hatte. „Aber damals hat mich noch Ralf Rangnick persönlich gebraucht”, sagte Löw. Auch, als Tuchel bei Bayern München im Gespräch war, habe er Löw angerufen. „Auch da war eine Zusammenarbeit in Aussicht. Er hat auch damals gleich an mich gedacht”, so Löw.

Nun hofft er endlich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Tuchel bei Topklub Paris. „Vielleicht können wir jetzt nach mehreren Anläufen in Paris zusammenkommen. Ich achte ihn fachlich sehr, er ist ein sensationeller Fachmann”, so Löw über Tuchel. „Wenn wir unser beider Wissen addieren und gemeinsam mit der Mannschaft agieren, könnte sich eine sehr, sehr gute Sache ergeben.”


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