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Timo Werner beschäftigt Trainersituation bei RB Leipzig nicht

Timo Werner verspürt Druck nur abseits des Rasens. Foto: imago

Timo Werner verspürt Druck nur abseits des Rasens. Foto: imago

Keine Zeit über die Situation bei RB Leipzig nachzudenken, hat derzeit Timo Werner. Der Stürmer bereitet sich mit der deutschen Nationalmannschaft auf das erste Gruppenspiel bei der WM in Russland am Sonntag vor.

„Um ehrlich zu sein, beschäftigt mich das nicht“, erklärt er im Interview im Kicker (Print) in Bezug auf die noch nicht geklärte Trainersituation beim Heimatverein. „Es war schade mit Ralph Hasenhüttl, es hat gut gepasst, ich habe mich gut entwickelt, wir haben uns gut verstanden. Aber so ist das eben im Fußball, es geht weiter für uns.“

Timo Werner will auch nächste Saison bei RB Leipzig spielen

Auch für Timo Werner selbst soll es bei RB Leipzig weitergehen. „Ich habe gesagt, dass ich nächste Saison in Leipzig spiele, schließlich habe ich ja auch noch Vertrag. Mir gefällt es in Leipzig, und ich fühle mich dort sehr wohl“, erklärt er hinsichtlich der Gerüchte, dass er ein möglicher Nachfolger von Robert Lewandowski ist, falls der Pole die Bayern im Sommer verlässt.

Allerdings betont Werner auch erneut, dass künftig ein Schritt zu einem Topklub nötig sei, wenn er Weltklasse werden wolle. „So ehrlich muss man einfach sein. So ehrlich bin nicht nur ich, so ehrlich ist auch RB Leipzig, so ehrlich sind auch die Fans. Ich glaube, niemand ist in Leipzig böse, wenn ein Spieler irgendwann dann auch den nächsten Schritt machen möchte.“

Werner: „Kann bei der WM nur gewinnen“

Erfolgsdruck verspürt Timo Werner vor der WM nicht. Denn anders als bei RB Leipzig, so Werner, sei das Spiel weniger darauf ausgerichtet, ihn in Szene zu setzen. „Wir haben in der Nationalmannschaft auch andere Superspieler, die Spiele entscheiden können. Das nimmt mir schon mal viel Druck weg“, so der 21-Jährige.

So macht er sich vor seinem ersten richtig großen Turnier keine großen Sorgen: „Ich kann bei der WM eigentlich nur gewinnen.“ Nicht wenige handeln den Knipser von RB Leipzig auch als Torschützenkönig der WM. Sich selbst hat Timo Werner aber „kein Ziel gesetzt, was die Torquote betrifft“.

Endlich sorgenfrei für Deutschland

Werners Auftritte im weißen Dress des DFB waren nicht immer so sorgenfrei wie heute. Die Schwalbe gegen Schalke hing ihm so sehr nach, dass er auch in der Nationalelf regelmäßig von deutschen Fans ausgepfiffen wurde. Wie jetzt Ilkay Gündogan, dem er nach dem Spiel gegen Saudi-Arabien schon zur Seite sprang. „Ich kenne das und weiß deshalb, wie es Ilkay geht. Aber er ist Profi und wird es wie ich schaffen, mit Leistung die Situation wieder zu drehen“.

Für sich selbst sieht Timo die Diffamierungen und Pfiffe gegen seine Person als abgehakt und „schon lange“ vorbei an, wie er bei sportbuzzer.de hinzufügt. Damit im Zusammenhang steht auch sein schönes Länderspielerlebnis. „Das war das 6:0 in Stuttgart gegen Norwegen, wo sich die ganze Geschichte mit den Pfiffen gegen mich umgedreht hat. Ich war damals etwas aufgeregt und gespannt, wie ich empfangen werde. Gleich nach meinem ersten Ballkontakt wurde ich gefeiert. Dann habe ich auch noch zwei Tore gemacht. Dieser Abend hätte nicht besser laufen können.“