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Trotz Abschieds in New York: Weiter keine Einigung mit Jesse Marsch

Am Freitagnachmittag war durch den Abschied von Jesse Marsch bei den New York Red Bulls vermeintlich Bewegung in die Trainersuche bei RB Leipzig gekommen. Doch Marschs Weggang aus New York muss nicht gleichbedeutend mit einem Engagement des Coachs in Leipzig sein.

Mit einem Video mit emotionalen Worten und Bildern verabschiedete sich Jesse Marsch von den Fans der New York Red Bulls. Mitten in der Saison verlässt der Trainer, der den MLS-Klub dreieinhalb Jahre mit so viel Verve und Engagement geführt hatte, den Tabellenzweiten der Eastern Conference – wenige Tage vor dem Spiel gegen den Tabellen- und Stadtrivalen New York City FC am Sonntag.

Andere Interessenten für Jesse Marsch?

In der Pressemitteilung des Klubs heißt es: „Jesse Marsch hat die Organisation verlassen, um andere Möglichkeiten zu verfolgen.” Da von mehreren Optionen die Rede ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass Marsch sich auch für RB entscheidet. Dem Vernehmen nach gibt es auch andere Interessenten. Noch sei nicht sicher, ob der 44-Jährige tatsächlich nach Leipzig wechsele. Dass Marsch an diesem Freitag oder in den Tagen zuvor in Leipzig gewesen sein soll, um konkrete Gespräche mit RB zu führen, wie diverse Medien berichteten, stimmt laut RBLive-Informationen nicht.

Demnach ist am Wochenende wohl keine Trainerpräsentation geplant. Erst am Montag zum Trainingsstart wollen die Klubfunktionäre ihre Lösung vorstellen. Marsch gilt weiter als heißer Kandidat. Offen war jedoch, ob der einstige Mittelfeldspieler als Co-Trainer unter Ralf Rangnick oder als Cheftrainer übernehmen würde.

Update: Die Bild-Zeitung schreibt, dass eine Einigung frühestens am Sonntag erzielt werde und spekuliert, dass der Trainingsstart ohne den oder die neuen Cheftrainer stattfinde. Laut Leipziger Volkszeitung (Print) ist es keine Option mehr, dass Rangnick und Marsch gemeinsam das Team führen. Entweder Marsch oder Rangnick, schreibt das Blatt. Wie RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff der LVZ bestätigte, sei noch immer keine Entscheidung gefallen.