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Rangnick zum 1:0 gegen Lubin: „Das hatten wir uns erhofft“

RB-Trainer Ralf Rangnick. Foto: Imago

RB Leipzig hat Donnerstagabend einen Länderspielpausentest gegen Zaglebie Lubin durch einen Treffer von Nachwuchsspieler Erik Majetschak  1:0 (0:0) gewonnen (49.). Trainer Ralf Rangnick sagte im Anschluß: „Das hatten wir uns erhofft.“

Das letztendlich dürftige Ergebnis gegen einen biederen Gast aus der 1. polnischen Profiliga meinte er allerdings nicht. Was ihm gefiel, waren A) dass RB mal wieder zu Null gespielt hat, B) dass Marcel Halstenberg nach acht Monaten Verletzungspause (Kreuzband) erstmals wieder auf dem Platz stand, und C) dass die zahlreichen Nachwuchskicker den aufgrund von Länderspielreise löchrigen Kader ergänzten und „ihre Sache ordentlich gemacht haben“, wie Rangnick festhielt, der ansonsten nicht mosern wollte.

Endlich mal „zu Null“

Wichtig sei, den Gegner vom eigenen Tor ferngehalten zu haben, in dem Marius Müller einen langweiligen Abend verlebte. Lubin hatte nicht eine nennenswerte Torchance und nur einmal die Gelegenheit, das Tor zu treffen. Nordi Mukiele hatte den Ball vertändelt. „Das war gut, wir wollten zu Null spielen und nichts zulassen. Das ist uns gelungen und das hatten wir uns von dem Test erhofft.“

Dass RB aber auch nur ein Tor geschossen hat – geschenkt. Offensichtlich macht sich der Trainer gerade mehr Sorgen über die vielen Gegentreffer in den Spielen zuvor, als über die eigene Trefferquote. Deshalb: „Wir haben keine glasklaren Chancen liegen lassen, die Jungs haben es über weite Strecken gut gemacht, wenn man von dem einen oder anderen Aufmerksamkeitsfehler absieht.“

Poulsen mit 90-Minuten-Einsatz

Halstenberg ging übrigens nach 30 Minuten vom Platz. Das sei so abgemacht gewesen, sagte Rangnick. Diego Demme fehlte entegegen der Ankündigung auf der Kaderliste. „Ein Pferdekuss“ sei Schuld gewesen, erklärte der Trainer, den hatte sich der Abwehrmann beim Standardtraining zugezogen. Alles aber halb so wild, eine Vorsichtsmaßnahme. Yussuf Poulsen spielte durch, war aber glücklos. Der Däne war am Vortag aufgrund eines Streiks der dänischen Nationalspieler nach Leipzig zurückgekehrt.

Jean-Kévin Augustin spielte ebenfalls. Trotz – oder aufgrund – seiner „Muskelmüdigkeit“, wegen der er nicht zur französischen U-21 reiste, nur 45 Minuten, hatte drei Torchancen, aber kein Fortune. Ein Nachwuchsspieler erzielte deshalb den einzigen Treffer. Es war Neu-Profi Erik Majetschak, was Rangnick doppelt freute. Einerseits, weil ein Junior traf. Und: „Weil wir endlich mal von außerhalb des Strafraums getroffen haben.“