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Ralf Rangnick unterstützt Dietmar Hopp nach Anfeindungen

Trotz aller Unterschiede zwischen Ralf Rangnick und Dietmar Hopp: Bei Beleidigungen hört der Spaß auf. (Foto: Imago)

Trotz aller Unterschiede zwischen Ralf Rangnick und Dietmar Hopp: Bei Beleidigungen hört der Spaß auf. (Foto: Imago)

Am Samstag tritt RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub hat Ralf Rangnick Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp verteidigt.

Ralf Rangnick tun Hopp-Beleidigungen „in der Seele weh“

„Ich nehme für mich mal in Anspruch zu sagen, dass ich ihn sehr gut kenne. Und ich kenne kaum jemanden, der sich im deutschen Fußball – zumindest nicht, dem ich begegnet bin – uneigennütziger engagiert hat als er“, sagte der 60 Jahre alte Trainer und Sportdirektor von Fußball-Bundesligist RB Leipzig unter der Woche. „Mir persönlich tut es in der Seele weh“, betonte Rangnick, der fünf Jahre in Hoffenheim gearbeitet hat und dessen Verhältnis zu Hopp eigentlich als belastet gilt.

Zu keinem Zeitpunkt sei es Hopp darum gegangen, Gewinne zu maximieren. Er habe vielmehr der Region etwas zurückgeben wollen. „Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der so viel seines verdienten Geldes zurückgegeben hat in Verbesserungen verschiedenster Lebensbereiche“, sagte Rangnick: „Ich habe selten einen integereren Menschen erlebt.“ Es wäre wünschenswert, wenn man nun entsprechend reagieren würde.

Hopp im Kampf mit uneinsichtigen Fußballfans

Dietmar Hopp war am vergangenen Wochenende von Dortmund-Anhängern erneut mit Schmähungen und Anfeindungen bedacht worden. Der Deutsche Fußball-Bund hat nach den Entgleisungen zwei Verfahren gegen die Borussia und die TSG 1899 Hoffenheim eingeleitet. Zum einen gegen den BVB nach dem Fadenkreuz-Banner und den Schmähgesängen wegen unsportlichen Verhaltens der Anhänger. Zum anderen gegen Gastgeber Hoffenheim wegen eines „nicht ausreichenden Ordnungsdienstes“. Dabei geht es um die Frage, wie das riesige Banner überhaupt ins Stadion gelangen konnte.

Zuletzt war die Auseinandersetzung zwischen Dietmar Hopp und Fans, die ihn mit Beleidigungen überziehen nicht nur im Stadion in eine neue Runde gegangen. Ein Kölner Anhänger wurde vom Kölner Amtsgericht wegen eines beleidigenden Banners zu einer Geldstrafe von 4.800 Euro verurteilt. Vor dem Spiel gegen Dortmund hatte Dietmar Hopp Strafantrag gegen 30 Dortmund-Fans wegen Beleidigung beim letzten BVB-Spiel in Hoffenheim in der letzten Saison gestellt. Die betreffenden Personen wurden mit einem Hausverbot belegt. Ein BVB-Fanbündnis erklärte daraufhin, dass „uns die lächerlichen Verbote nicht beeindrucken, sie bestärken uns nur in unserer Meinung“.

Dietmar Hopp überwältigt von Solidarität

Dietmar Hopp zeigte sich zuletzt von der Solidarität aus der Bundesliga, die er im Kampf gegen die Beleidigungen erhalte, beeindruckt. Er danke allen, „die mir auf so überwältigende und beeindruckende Art und Weise nicht nur ihre Betroffenheit, sondern vor allem Zuspruch, Sympathie und Unterstützung übermittelt haben“, heißt es in einer Mitteilung auf der TSG-Homepage.

„Die vielfältigen Reaktionen verdeutlichen, dass die unfassbaren Attacken gegen meine Person und meine Familie nicht nur mich geschockt haben. Niemand will den Fußball einigen wenigen Kriminellen ausgeliefert sehen. Ich kann nur hoffen, dass die Verbandsspitze und die Vereinsverantwortlichen diesem widerwärtigen Verhalten ein Ende setzen. Die Möglichkeit dazu haben sie!“

(RBlive | DPA)