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Celtic-Fans in Leipzig: Fanmarsch, Pyro und Ärger beim Einlass

Pyrotechnik und Anti-Red-Bull-Banner. Celtic-Fans beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig. (Foto: Imago)

Pyrotechnik und Anti-Red-Bull-Banner. Celtic-Fans beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig. (Foto: Imago)

Mit Vorfreude hatten viele Fußballfans in Leipzig auf die mit ihrem Team reisenden Celtic-Fans geschaut. Den Schotten weht ein guter Ruf als lautstarke, reise- und trinkfreudige Anhängerschaft voraus.

Schon am Abend vor dem Spiel versammelten sich einige Celtic-Fans in der Innenstadt, um gemeinsam das eine oder andere Kaltgetränk zu sich zu nehmen oder ihren Verein zu besingen. Voll wurde es am Markt dann am Donnerstagnachmittag, als sich die grün-weißen Anhänger zu einem Fanmarsch versammelten. Tausende Fans machten sich zusammen auf den Weg zur Red Bull Arena, wo Celtic am Abend in der Europa League auf RB Leipzig traf. Mit dabei war neben einigem an Alkohol auch Pyrotechnik.

Gedränge beim Einlass zum Gästeblock

Das Problem des Fanmarschs war, dass er relativ spät am Stadion eintraf. Keine Stunde vor dem Spiel befand sich der große Teil des Fanmarschs noch am Zugangsweg zum Stadion an der Ecke zur Landauer Brücke. Mindestens 2.000 Menschen kamen entsprechend relativ spät und geschlossen am Stadion an.

Das führte nach Berichten von Celtic-Fans am Einlass zur Red Bull Arena zu beängstigenden Szenen. Denn vor den engen Einlasskreuzen stauten sich die Menschen in einem Gedränge. Teilweise hätten Fans bis zu 30 Minuten des Spiels gegen RB Leipzig verpasst, weil sie nicht rechtzeitig ins Stadion kamen, berichtet ein Anhänger in der Scottish Sun. Tatsächlich war der Gästeblock zu Spielbeginn nur sehr mäßig gefüllt.

Celtic-Fan fürchtet um seine Sicherheit

„Die Menschen wurden zusammengequetscht. Es ist das erste Mal bei einem Celtic-Spiel, das ich um meine Sicherheit gefürchtet habe“, zitiert die Scottish Sun einen Fan. Auch die Polizei habe nicht helfend eingegriffen, sondern sich über Beschwerden nur lustig gemacht. Man sei behandelt worden „wie Tiere“.

Im Stadion drängte der Großteil der Gästefans dann in den Unterrang, weil es keine Ordner gegeben habe, die die Anhänger entsprechend ihrer Tickets in Ober- oder Unterrang geschickt hätten. Dadurch wurden auch die Treppen blockiert, woraufhin RB Leipzig in der zweiten Hälfte ohne Folgen per Durchsage hinwies und darum bat, doch die Treppen bitte zu räumen.

Celtic-Fans vernebeln die Red Bull Arena mit Pyrotechnik

Vor dem Anpfiff der Partie zwischen RB Leipzig und Celtic Glasgow wurde im Gästeblock in durchaus beachtlichem Ausmaß Pyrotechnik gezündet, was zu einer verrauchten Red-Bull-Arena führte. Auch im zweiten Durchgang wurde diese Prozedur mit etwas weniger Qualm wiederholt. Diesmal wurde die Pyrotechnik zudem mit einem Banner unterlegt, das sich gegen Red Bull richtete.

Ansonsten war es im Gästeblock, vielleicht auch dem Spielverlauf und dem bereits langen Tag inklusive Fanmarsch geschuldet, vergleichsweise ruhig. Gerade in der ersten Hälfte war vom gelobten Celtic-Support wenig zu hören. In der zweiten Hälfte trotzte man dann den sportlichen Widrigkeiten mit lautstarken Gesängen, die sich dann bis in das Leipziger Nachtleben hinein fortsetzten.

Einlasssituation bei RB Leipzig schon früher in der Kritik

Klagen über die Einlasssituation wie sie von schottischen Anhängern vorgetragen wurden, sind in der Red Bull Arena nicht neu. So hatten zum Beispiel Fans der Frankfurter Eintracht Anfang 2017 über eine chaotische Einlasssituation geklagt. Auch die Frankfurter Fans waren damals in großer Gruppe nach einem Fanmarsch zum Stadion gekommen. Aufgrund der Witterung waren damals Hilfsmittel wie die Kartenscanner ausgefallen, sodass der Einlass zusätzlich erschwert war.

(RBlive/ mki)