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Ralf Rangnick: „Wir haben wieder eine richtige Mannschaft“

Ralf Rangnick lernt in der Zusammenarbeit mit Spielern und Trainerstab bei RB Leipzig viel. (Foto: Imago)

Ralf Rangnick lernt in der Zusammenarbeit mit Spielern und Trainerstab bei RB Leipzig viel. (Foto: Imago)

Auf Platz 3 liegend ist RB Leipzig in die letzte Länderspielpause des Jahres 2018 gegangen. Ralf Rangnick ist entsprechend zufrieden mit seiner Mannschaft.

Salzburg-Niederlage für RB Leipzig Gold wert

„Was mir gerade gefällt, ist die Entwicklung meiner Spieler zu einer verschworenen Gemeinschaft. Wir haben wieder eine richtige Mannschaft“, ist der RB-Trainer im Interview mit Sportbild (Print) sehr zufrieden mit dem Team. Nach dem Salzburg-Spiel (2:3) habe man die Chance des negativen Erlebnisses genutzt, um taktische Fehler klar auzuarbeiten und auch „jedem Einzelnen die Verantwortung für die Gemeinschaft zu verdeutlichen“. Deshalb sei „die Niederlage am Ende vielleicht Gold wert“ gewesen.

Der Fokus von RB Leipzig liegt dabei ganz klar auf der Arbeit gegen den Ball. „Viele Grundsätze sind bei mir in den letzten 20 Jahren unverändert geblieben, und dies wird auch in den nächsten Jahren so sein“, bekennt sich Ralf Rangnick zu dieser Spielidee und verweist gleichzeitig auf Daten, die diese Herangehensweise begründen. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Tor zu erzielen, rapide sinkt, je länger eine Truppe im Ballbesitz ist. Diese Erkenntnis nutzen wir.“

Ralf Rangnick lernt von Spielern und Trainerstab

Man müsse sich aber auch im Spiel gegen den Ball ständig entwickeln „und auf dem neuesten Stand bleiben“. Man arbeite auch „ständig am Spiel mit dem Ball“. Allerdings sei es „ein Fehler zu glauben, man könne das Spiel nur kontrollieren, wenn man den Ball hat. Es ist oft genau andersherum.“

Bei seiner Arbeit ist er auch sehr von seinem Stab abhängig. „Ich lerne jeden Tag von vielen Menschen. Das war mir schon immer wichtig“, bekennt Ralf Rangnick. „Mein Trainerstab ist jung und trotzdem schon sehr erfahren. Da ergeben sich neue Sichtweisen und Ideen automatisch. Auch meine Spieler bringen mich immer wieder auf neue Gedanken und inspirieren mich. Ich mag es, Leute mit guten Einfällen und kritischen Gedanken sowie Innovationen in meinem Team zu haben und diese mit ihnen zu teilen und kontrovers zu diskutieren“, verweist er auf den Input, den er allein durch seine Arbeit bei RB Leipzig kriegt.