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Ralph Hasenhüttl sucht in der Premier League die Herausforderung

Ralph Hasenhüttl hatte beim ersten Blick auf sein neues Team noch nicht allzu viel Spaß. (Foto: Imago)

Ralph Hasenhüttl hatte beim ersten Blick auf sein neues Team noch nicht allzu viel Spaß. (Foto: Imago)

Am Mittwoch gab der FC Southampton offiziell bekannt, dass ihr künftiger Trainer Ralph Hasenhüttl heißt. Am Abend saß der ehemalige Coach von RB Leipzig dann schon beim Premier-League-Spiel bei den Tottenham Hotspur auf der Tribüne und sah eine 1:3-Niederlage seiner künftigen Mannschaft. Einen Tag später trat er dann erstmals vor die Presse.

Die ungewohnte Aufgabe einer Pressekonferenz in Englisch löste der Ex-RB-Trainer souverän und stellenweise auch mit Humor. „Hase is the rabbit an Hüttl means nothing“, hatte Jürgen Klopp über den künftigen Kollegen in der Premier League scherzhaft gesagt (‚Hase heißt auf englisch rabbit und Hüttl bedeutet nichts‘). Hasenhüttl erklärte nun, dass Klopps Englisch offenbar besser als sein Deutsch ist und Hüttl sehr wohl etwas bedeutet, nämlich Hut (= Hütte). Hasenhüttl sei entsprechend „a small hut for a rabbit“ (eine kleine Hütte für einen Hasen).

Ralph Hasenhüttl sucht die Herausforderung

Abseits des Geplänkel geht es für Hasenhüttl, dem Ralf Rangnick viel Glück im neuen Job wünschte, in England im sportlichen Bereich um ernstere Sachen. „Ich bin sehr stolz, dass sich der Verein für mich entschieden hat“, erklärte er bei seiner Antritts-Pressekonferenz. „Es ist ein logischer Schritt in meiner Karriere. Ich möchte mir einen Namen in der Premier League machen.“

„Als ich Leipzig im Sommer verlassen habe, habe ich auch über meine Zukunft nachgedacht. Ich wollte die Herausforderung einer neuen Sprache und meinen Blick auf den Fußball erweitern. Das ist der Grund, warum ich hier bin. Ich möchte hier meine Fußspuren hinterlassen.“ Dabei sei für ihn im Moment „ein Premier-League-Verein interessanter gewesen als jeder Bundesliga-Klub. In der Bundesliga kenne ich alles, hier ist für mich alles neu.“ Mit seinem neuen Team möchte Hasenhüttl dabei zeigen, dass seine Art Fußball zu spielen zu einer schnellen und physischen Premier League passt.

Ralph Hasenhüttl noch nicht bereit für die Top 6 in England

Die Aufgabe in Southampton werde wahrscheinlich schwerer als die in Leipzig, weil er letzte Saison eine Mannschaft auf hohem taktischen und physischen Niveau hatte. „Aber ich wollte es in meinem Leben nie einfach“, macht sich Hasenhüttl keine Sorgen. In Southampton gehe es nun darum, die Abstiegszone zu verlassen. Dafür müsse man mit den Spielern Automatismen trainieren und die Defensive stabilisieren. Allerdings sei es schwierig, weil angesichts der vielen Spiele wenig Zeit für Training bleibe.

Dass er sich für das Angebot eines Vereins in der Abstiegszone entschieden hat, liegt auch daran, dass Ralph Hasenhüttl nach eigener Ansicht noch keinen Namen in der Premier League hat. „Für die besten sechs Vereine in England bin ich nicht bekannt genug.“ Er habe noch keine Titel vorzuweisen und der Zweitligatitel mit Ingolstadt zählt in dieser Beziehung nicht. Southampton gilt allerdings als Verein mit sportlich größerem Potenzial als der aktuelle Tabellenplatz es aussagt. Auch in Deutschland hatte Hasenhüttl mit Ingolstadt einen Verein mit sportlichem Potenzial als Tabellenletzter der zweiten Bundesliga übernommen und binnen eineinhalb Jahren zum Aufstieg in die Bundesliga geführt.

(RBlive/ mki)