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Yussuf Poulsen: Arbeit mit Mentalcoach – Schielen auf den Titel

Yussuf Poulsen darf sich bisher über eine gute Saison mit RB Leipzig freuen. (Foto: Imago)

Yussuf Poulsen darf sich bisher über eine gute Saison mit RB Leipzig freuen. (Foto: Imago)

Yussuf Poulsen hakt den Meistertitel in dieser Saison noch nicht ab. „Wir können es theoretisch vielleicht auch schaffen, Dortmund einzuholen“, erklärt er im Interview mit Sportbild (Print).

Allerdings sei Dortmund nicht mehr einzuholen, wenn sie so weiterspielen wie bisher. Auch den Bayern traut Poulsen noch alles zu. Zudem bringe es „nichts, uns ein festes Ziel in Form eines Tabellenplatzes zu setzen“. Man wolle einfach „immer so viel rausholen und so gut weiterentwickeln wie nur möglich“. Wenn man wie in Freiburg nur 90% auf den Platz bekommt, dann verliere man in der Bundesliga zwangsläufig.

Zusammenarbeit mit Mentalcoach

Poulsen selbst spielt bei RB Leipzig eine starke Saison und hat schon sechs Tore in der Bundesliga erzielt, bereits jetzt mehr als in den bisherigen Bundesligaspielzeiten. Zur Verbesserung seiner Leistungen auf dem Platz arbeitet er seit dem Sommer auch mit einem Mentalcoach zusammen.

„Ich dachte, ein Mental-Coach bringt mir vermutlich nichts. Ich wollte wissen, ob ich recht damit habe“, beschreibt er die Ausgangslage des Experiments, das ihn zur Erkenntnis brachte, dass ihm diese Art des Trainings sehr wohl helfen kann. „Es geht darum, worüber du dir vor, während und nach dem Spiel Gedanken machst und wie du sie lenkst.“ Zum Beispiel beschäftige Yussuf Poulsen sich mental stark mit seiner Positionierung auf dem Feld, was dann „automatisch“ dazu führt, bessere und tornähere Positionen einzunehmen.

Yussuf Poulsen kann sich langen Verbleib bei RB Leipzig vorstellen

Dabei harmoniert Poulsen auch sehr gut mit Timo Werner, „auch wenn Timo manchmal so schnell ist, dass ich nicht immer hinterherkomme“. Wie lange die beiden zusammen bei RB Leipzig kicken, weiß der Däne nicht. Während er sich wünscht, dass Werner seinen Vertrag in Leipzig verlängert, macht er in Bezug auf seine eigene langfristige Zukunft keine Versprechungen.

„Ich schließe im Fußball nicht aus. Es kann doch sein, dass RB jedes Jahr Champions League spielt und ein Spitzenklub ist. Wozu dann wechseln?“, stellt er auch einen recht langen Verbleib in Leipzig in den Raum. Poulsen ist schon jetzt der dienstälteste Spieler bei RB. Seit 2013 ist der Stürmer im Verein und hat die Aufstiege von der dritten bis in die erste Liga mitgemacht.

Lob für Ralf Rangnick – Kritik für mangelnde Einstellung bei Mitspielern

Geholt wurde er dabei von Ralf Rangnick, den Yussuf Poulsen auch als Trainer sehr schätzt. „Er ist extrem gut. Ich hatte in der 2. Liga schon mein bestes Jahr unter ihm. Er hat mich immer weiterentwickelt. Er lässt nicht locker, bis man nicht genau das verbessert hat, was er sehen will“, lobt er den aktuellen RB-Coach.

Nicht ganz so viel Lob gibt es für den einen oder anderen Mannschaftskollegen. Mangelnde Einstellung sei etwas, was ihn nerve. Es sei wichtig, dass es dann nicht nur vom Trainer, sondern auch innerhalb der Mannschaft Ansagen gebe. „Wir haben genügend Spieler in der Mannschaft, die das in der Kabine klar ansprechen. Am Ende bleibt es aber die Aufgabe für jeden Spieler selbst zu erkennen, was sie möglicherweise ändern müssen.“

Yussuf Poulsen hatte nach dem Spiel gegen Red Bull Salzburg und den Suspendierungen von Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin intern und extern klar Position bezogen und sich als Führungsspieler im Team etabliert. Auch die aktuellen Äußerungen gehen offenbar vor allem in Richtung der beiden Franzosen.

(RBlive)