Seite neu laden

Werner von Rotation genervt – Orban beklagt fehlenden Spirit

Timo Werner hatte gegen Trondheim 90 Minuten Zeit, das Geschehen von der Bank aus zu analysieren. (Foto: Imago)

Timo Werner hatte gegen Trondheim 90 Minuten Zeit, das Geschehen von der Bank aus zu analysieren. (Foto: Imago)

Ralf Rangnick wollte nach dem Spiel gegen Trondheim und dem Ausscheiden von RB Leipzig aus der Europa League seine Mannschaft nicht kritisieren. Die Spieler gingen da schon härter mit sich ins Gericht.

„Wir haben es richtig gut gemacht, wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert. Es hätte nur einen einzigen Sieger geben dürfen und das waren wir“, hatte Rangnick nach dem sechsten Spiel in der Gruppenphase der Europa League bilanziert. Lediglich das Verhalten beim Gegentor könnte er kritisieren.

Willi Orban und Konrad Laimer sehen fehlende Leistungsbereitschaft

Die Spieler von RB Leipzig sahen das Spiel gegen Trondheim und die Auftritte in der Europa League nicht so positiv. Willi Orban erkannte zwar auch, dass man vor allem am fehlenden zweiten Tor scheiterte. Gleichzeitig nahm er aber auch die Mannschaft und deren Einstellung in die Pflicht. In der gesamten Gruppenphase habe „der hunderprozentige Spirit“ gefehlt. „Wenn wir dieses Heimspiel nicht gewinnen, haben wir es auch nicht verdient, weiterzukommen“, erklärte ein bitter enttäuschter Orban deutlich.

Ähnlich hatte sich zuvor schon Konrad Laimer geäußert, der gegen den norwegischen Meister auf der rechten Zehn spielen durfte. „Wenn man 1:1 gegen Trondheim spielt, hat man es auch nicht verdient weiterzukommen, auch wenn man die klar bessere Mannschaft war.“ Der Österreicher bemängelte im Einklang mit Orban, dass „die hundertprozentige Bereitschaft, dass wir die Null halten, dass jeder einzelne Spieler um jeden Zentimeter kämpft und für jeden anderen läuft” gefehlt habe.

Marcel Sabitzer: „Das reicht nicht“

Ganz deutlich wurde Laimers Landsmann Marcel Sabitzer. „Jeder weiß, was er gezeigt hat“, schimpfte er nach der Partie bei RTL Nitro ganz allgemein als er nach Jean-Kevin Augustin gefragt wurde. „Wer glaubt, dass das reicht, ok. Aber das reicht nicht.“ Auch er sah dabei einige Mannschaftskollegen, die nicht 100% abgerufen hätten.

Zuletzt hatte es nach dem Europa-League-Spiel gegen Salzburg vor allem rund um Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin Ärger um die Einstellung im Team gegeben. Der gipfelte dann in einer Suspendierung für das Spiel in Frankfurt. Gegen Trondheim musste Augustin wie schon gegen Salzburg bereits zur Pause vom Platz. Zuvor hatte er es bei zwei, drei guten Gelegenheiten verpasst, ein Tor für RB Leipzig zu erzielen.

Timo Werner mit Kritik an Rotation bei RB Leipzig

Timo Werner nahm derweil offenbar nicht den Spirit der Kollegen, sondern die Aufstellung in den Blick. Laut RTL Nitro hatte er beim Verlassen in den Katakomben mit einem „Das ist kein Wunder, wenn man die halbe Mannschaft austauscht“ Luft abgelassen. Das wäre ein direkter Angriff auf Ralf Rangnicks Rotation in der Europa League, die auch in Teilen der Anhängerschaft kritisch gesehen wird.

„Wenn wir in den letzten Wochen und Monaten nicht so rotiert hätten, wären wir vielleicht schon vor diesem Spiel weitergekommen. Aber ich bin hundertprozentig sicher, dass wir dann jetzt in der Liga keine 25 Punkte hätten, sondern 15 oder 16. Ob uns damit gedient wäre, weiß ich nicht“, hatte Rangnick sein Vorgehen nach dem Unentschieden gegen Trondheim erneut verteidigt. Zur Aussage von Werner wollte er sich nicht weiter äußern, kündigte aber Gesprächsbedarf für den nächsten Tag an. Den scheint es bei verschiedenen Spielern nach dem Europapokal-Aus auch zu geben…

(RBlive/ mki)