Seite neu laden

Marco Bode fordert Financial Fairplay für die Bundesliga

Marco Bode möchte die Financial-Fairplay-Regeln auch in der Bundesliga zur Anwendung bringen. (Foto: Imago)

Marco Bode möchte die Financial-Fairplay-Regeln auch in der Bundesliga zur Anwendung bringen. (Foto: Imago)

Für europäische Wettbewerbe gibt es die Financial-Fairplay-Regel. Die besagt in Bezug auf finanzielle Kriterien grob gesagt, dass Vereine über einen bestimmten Zeitraum nur geringe Schulden machen und diese nur zu einem geringen Umfang von Mäzenen ausgeglichen werden dürfen. Ziel ist, dass die Einnahmen der Klubs nachhaltig und marktgerecht sind, sodass die großen Klubs mit ähnlichen finanziellen Mitteln kämpfen können.

Financial Fairplay auch in der Bundesliga

In der Bundesliga gibt es eine entsprechende Regel in der Lizenzierung nicht. Dort müssen die Klubs nur ihre Zahlungsfähigkeit für die Saison nachweisen. Die Quellen der Einnahmen spielen dabei nur eine zweitrangige Bedeutung. Wenn es nach Bremens Aufsichtsratchef Marco Bode geht, würde sich das bald ändern. Denn der wünscht sich laut Deichstube, dass „auch auf nationaler Ebene das Financial Fairplay eingeführt“ wird.

Es geht ihm dabei nicht um eine Attacke auf Vereine wie RB Leipzig, sondern „um die klare Definition von Regeln. Für mich ist Financial Fairplay als Thema für das nachhaltige operative Geschäft noch wichtiger als 50+1.“ Es gehe darum, Fairplay-Regeln so zu formulieren, dass ein „vernünftiger Wettbewerb“ stattfinden kann.

RB Leipzig bekennt sich zu Financial Fairplay

RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte sich erst kürzlich klar zu den Financial-Fairplay-Regeln der UEFA bekannt und eine „stringentere und transparentere“ Umsetzung gefordert. RB erfülle die Vorgaben der Regel und akzeptiere auch die Höhe der Sponsorengelder, die die UEFA vorgibt. „Der Betrag, den Red Bull uns jährlich gibt, liegt sogar deutlich unter dem ermittelten ‚Fair Value'“, erklärt Mintzlaff hinsichtlich des europäischen Fußballverbands.

Der „Fair Value“ ist der Sponsorenbetrag, den eine Firma als marktübliche Zahlung einem Verein geben darf. Zuletzt hatte der Fall von Paris Saint-Germain für Aufsehen gesorgt, bei dem die Tourismusbehörde Katars nach Intervention durch Gianni Infantino 200 Millionen pro Jahr in den französischen Meister stecken durfte, obwohl der marktübliche Werbegegenwert der Verträge zuvor auf lediglich drei Millionen Euro festgelegt wurde.

(RBlive/ mki)