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Führung verspielt: RB-Auswärtsserie reißt beim 3:3 in Mainz

Seine beiden Tore reichten nicht zum Auswärtssieg: Leipzigs Lukas Klostermann (r.) im Zweikampf mit dem Mainzer Aaron Martin.

Seine beiden Tore reichten nicht zum Auswärtssieg: Leipzigs Lukas Klostermann (r.) im Zweikampf mit dem Mainzer Aaron Martin. Foto: imago/Thomas Frey

Es ist noch Hoffnung. Zumindest bis zum Spiel des FC Bayern gegen Hannover 96 Samstagnachmittag. Leipzig kann noch Deutscher Meister werden.

Dafür aber müsste der Tabellenletzte den Tabellenersten auswärts schlagen, und zwar mit 15 Toren Unterschied, was ein so unwahrscheinlicher Ausgang dieser Partie ist, dass Leipzig sich endlich zurücklehnen kann. Der erste Platz ist weg, der dritte fix – das Ergebnis in Mainz also nur noch Makulatur. 3:3 (2:1) spielten die Sachsen beim Tabellenzwölften.

RB Leipzig: Lukas Klostermann mit Doppelpack bei Mainz 05

Lukas Klostermann hatte mit einem Doppelpack RB nach vorn gebracht, (20., 32.), Karim Onisiwo (43.) verkürzte, Timo Werner erhöhte wieder (47.), ehe Moussa Niakhaté (67.) und Jean-Philippe Mateta (83.) ausglichen.

Man merkte den Leipzigern an, dass sie mit ihren eigentlichem Saisonziel, dem Erreichen der Champions League, seit letzter Woche eigentlich durch sind. Es fiel ihnen äußerst schwer, das Spiel anzunehmen. Die Gegner waren flink, klug im Zustellen von Räumen, zweikampfstark und gewillt, dem Tabellendritten die Serie von sieben siegreichen Auswärtsspielen infolge zu vermiesen.

RB Leipzig mit schnellem Konterspiel

Dass Leipzig trotzdem in Führung ging, war allein dem Konterspiel der Rasenballer zu verdanken. Das ist mittlerweile so messerscharf, dass kein Kraut dagegen gewachsen scheint. Das erste Tor von Klostermann entsprang einem Fehler von Alexander Hack, über Emil Forsberg gelangte der Ball zu Timo Werner, der dem mitgelaufenen Flügelspieler perfekt auflegte. Beim zweiten fing Willi Orban einen Ball ab, er sprang Werner vor die Füße, der Klostermann erneut in den Lauf passte. Dieses Mal lupfte der Nationalspieler den Ball ins Netz.

Damit waren die Spielanteile komplett auf den Kopf gestellt. Mainz bekam in der Folge kurz das große Flattern, Marcel Halstenberg und Werner hätten auf 3:0 erhöhen können (36., 40.), ehe Onisiwo den zuvor betriebenen Aufwand der Mainzer doch noch belohnte. Zwei Minuten vor der Pause fiel ihm ein Stolperball vor den linken Fuß, gegen seinen Drehschuss war RB-Keeper Peter Gulacsi machtlos.

Kevin Kampl fehlt mit Gelbsperre gegen Bayern München

Hoffnung keimte – und bekam kurz nach der Pause schon wieder einen Tritt. Gulacsi warf ab auf Halstenberg, der spielte Yussuf Poulsen an, vom Dänen kam der Ball zu Forsberg, von dem zu Werner. Schuss aus vier Metern – Tor! Jetzt aber schien Mainz erledigt.

Und wieder kamen die Gastgeber heran. Nikhaté verkürzte nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus, er tunnelte Gulacsi mit seinem Schuss. Sieben Minuten vor dem Ende traf Mateta zum 3:3, was RB nicht nur zwei Punkte kostete, sondern auch Kevin Kampl die fünfte Gelbe Karte einbrachte. Er fehlt damit kommende Woche gegen die Bayern.