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„Wie ein Karnickelzuchtverein“: Ralf Rangnick spottet über 1860-Investor

Ralf Rangnick findet, einige Investoren machen den Fußball kaputt - trotz 50+1-Regel. Symbolfoto: imago/Picture Point LE

Ralf Rangnick findet, einige Investoren machen den Fußball kaputt – trotz 50+1-Regel. Symbolfoto: imago/Picture Point LE

Ralf Rangnick konnte bei RB Leipzig seit sechs Jahren auf die gut gefüllte Kasse des Clubfinanziers Red Bull zurückgreifen. Auf einer Diskussionsveranstaltung bei einer Leipziger Schule nahm er zum Thema Investoren Stellung und teilte dabei auch ordentlich aus, wie die Bild berichtet.

Ralf Rangnick: „Ich bin kein Freund von Basis-Demokratie im Leistungssport“

Zunächst bekam das klassische Vereinsmodell des deutschen Fußballs sein Fett weg. „Ich bin kein Freund von Basis-Demokratie im Leistungssport“, gab Rangnick zu. Denn als Sportdirektor eines Profivereins, der täglich mit Millionensummen hantiert, braucht er die unternehmerische Freiheit, richtige Entscheidungen unter wenigen Augen zu treffen. Das sei aber auch bei Traditionsvereinen so. „Schaut man nach Dortmund, dann entscheiden dort zwei Leute. Schaut man nach München, dann entscheiden dort zwei Leute. Mehr nicht“, verglich er RB Leipzig mit den beiden Branchenriesen. Und fasste zusammen: „Wenn ich Fan bin, muss ich Vertrauen haben.“

Trotz 50+1 bestimmen „Leute, die keine Ahnung haben“

Für seine Arbeit mit dem Geld von Investor Red Bull werden er und sein Team seit Jahren gelobt. Dass es auch anders geht, sieht er mit einem Blick nach München, aber nicht zum Rekordmeister. „Wenn man zu 1860 oder Uerdingen schaut, dann sind diese Vereine trotz 50+1-Regelung in den Händen von Leuten gelandet, die keine Ahnung haben. Die führen die Vereine wie einen Karnickelzuchtververein“, ließ Rangnick kein gutes Haar an Geldgebern wie Hasan Ismaik oder Michail Ponomarew.

(msc)