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Ibrahima Konaté: „Leipzig war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“

Ibrahima Konaté. (Foto: imago images / DeFodi)

Ibrahima Konaté. (Foto: imago images / DeFodi)

Ibrahima Konaté hat den Wechsel zu RB Leipzig nicht bereut. „Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, erklärt er im Interview mit beinsports.com. 2017 war der Innenverteidiger vom FC Sochaux nach Leipzig gewechselt.

Die Anfangszeit unter anderem mit zwei Einsätzen in der U19 sei hart gewesen. Aber „der Verein hat mich Schritt für Schritt integriert und deshalb läuft es heute so gut. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung und hoffe, dass jeder sie versteht, auch die frühere Vereinsführung von Sochaux, die mit dem Wechsel damals nicht einverstanden war.“

FC Sochaux war sauer über Wechsel von Ibrahima Konaté

Beim FC Sochaux war man 2017 nicht glücklich über den ablösefreien Wechsel gewesen. Frustriert war der Klub, dass lange Verhandlungen über einen Profivertrag mit Konaté nicht zu einem positiven Ende führten. „Solch ein vielversprechendes Talent zu verlieren, ist ein herber Rückschlag für den Klub. Wir haben die Entscheidung mit Enttäuschung und einer gewissen Verbitterung zur Kenntnis genommen“, hieß es damals von französischer Seite über einen Wechsel, für den der Verein nur die vorgeschriebene Ausbildungsentschädigung in niedriger sechsstelliger Höhe erhielt.

Bei RB Leipzig hat sich Ibrahima Konaté in den letzten zwei Jahren zum Stamminnenverteidiger entwickelt. In der aktuellen Spielzeit überzeugt er mit sehr gute Leistungen und hat bereits 42 Pflichtspiele bestritten. Dabei spielt auch eine Rolle, dass Dayot Upamecano seit Ende Januar verletzt ausfällt. „Vor der Verletzung hat der Trainer oft rotiert. Danach gab es kaum noch Rotation und ich habe mehr gespielt.“ Trotzdem wünscht sich Konaté eine baldige Rückkehr seines französischen Defensivkollegen. Aktuell ist es allerdings unwahrscheinlich, dass Upamecano der Mannschaft in dieser Saison noch mal helfen kann.

Ibrahima Konaté sieht Verbesserungsbedarf bei der Sprache und beim Passspiel

Bei RB Leipzig fühlt sich Ibrahima Konaté inzwischen sehr gut integriert. „Die Stadt ist schön, aber hier ist anders als in Paris nicht viel los. Das ermöglicht uns, uns zu 100% auf den Fußball zu konzentrieren.“ Im Verein stehe den Spielern alles zur Verfügung. Auch Deutsch-Kurse belegte Konaté wöchentlich. Aber „Deutsch ist hart zu lernen. Da bleibt noch viel Raum für Verbesserungen.“

Auch in seinem Fußballspiel sieht der 19-Jährige noch viel Verbesserungsbedarf. „Ich muss auf jeden Fall die Zahl der erfolgreichen Pässe erhöhen. Ich versuche viele schwierige Pässe, aber trotzdem muss ich genauer spielen. Außerdem muss ich meinen linken Fuß und das Kopfballspiel verbessern.“

RB Leipzig auch dank Europa-League-Aus in die Champions League

Seinen Trainer Ralf Rangnick sieht Ibrahima Konaté als den „Vater der Mannschaft. Er ist ein Trainer, der mit dir redet, wenn du es wirklich brauchst.“ Rangnick sei aber niemand, der seinen Emotionen Ausdruck verleiht, sondern ein „strikter“ Coach. „Wenn du nicht in seine Richtung mitgehst, schießt du dir selbst in den Fuß. Mit ihm gibt es keine Spieler, die sich besser fühlen als andere. Er ist fair.“

Zusammen mit Ibrahima Konaté und Ralf Rangnick ist RB Leipzig in dieser Saison erneut in die Champions League eingezogen. Daran habe auch das Ausscheiden aus der Europa League einen Anteil gehabt. Das Scheitern in der Gruppenphase war „für den ganzen Klub ein Rückschlag. Aber es hat uns auch erlaubt, uns auf die Meisterschaft und einen Platz unter den ersten Vier zu konzentrieren.“

(RBlive/ mki)