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RB-Coach schwärmt vom Bremer Claudio Pizarro: Der fitteste 40-Jährige der Liga!

Fit wie kein zweiter: Claudio Pizarro. Foto: Imago/Thomas Frey

Man wird sehen: Vielleicht ist das Spiel gegen RB Leipzig das letzte für Claudio Pizarro. In der Bundesliga, im Trikot seines Vereins Werder Bremen – wer weiß. Der 40-Jähige hat an der Weser nur einen stark leistungsbezogenen Vertrag für ein Jahr.

Baumann mahnt: keine Sentimentalitäten!

Werder müsste ihn also verlängern. Manager Frank Baumann schloss aber aus, dass man sich im Fall des Publikumslieblings von romantischen Motiven werde leiten lassen. „Letztes Jahr wurden wir von vielen kritisiert, dass wir Claudio verpflichtet haben, nach dem Motto: Wie können die nur? In Köln hat er nicht gespielt, war häufig verletzt, hier blockiert er andere Spieler. Jetzt schreien dieselben Leute Hurra, wenn wir verlängern. Aber was ist in drei Monaten, wenn Claudio nicht gespielt hat oder andere nicht zum Zug kommen?“

Baumanns Fazit: „Vom öffentlichen Druck dürfen wir uns nicht lenken lassen. Wir müssen tun, wovon wir überzeugt sind, dass es für Mannschaft und Verein am sinnvollsten ist.“ Nach dem letzten Spiel gehen auch in Bremen die Kaderplanungen für kommende Saison los, man wird sehen. Was vielleicht aber für eine Weiterbeschäftigung spricht: Ab kommender Saison dürfen 20 statt 18 Spieler für einen Partie gemeldet werden und auf der Bank Platz nehmen.

Rangnick schwärmt: Was für ein Fitnesszustand!

Ralf Rangnick, Leipzigs Trainer, dürfte es bestimmt freuen, wenn der Peruaner der Bundesliga also ein weiteres Jahr erhalten bliebe. Als Leuchtturm sozusagen – für Professionalität, Fitness und gute Laune. Am Donnerstag sagte der 60-Jährige über den Stürmer, der sein erstes Bundesligaspiel, auch damals für Bremen, August 1999 bestritt, eher er zwei Jahre später zu den Bayern wechselte: „Claudio Pizarro ist eine Legende, kann man so sagen. In München wie in Bremen. Wer sich bei zwei solchen Vereinen so einen Status erarbeitet hat, das spricht für sich. Ein wunderbarer Typ, der fast immer gut drauf ist, gut gelaunt ist, und wie er mit seiner jetzigen Rolle als Edeljoker umgeht, das muss man auch erst mal bringen nach allem, was er in seiner Karriere erreicht hat.“

Was Rangnick aber so richtig ins Schwärmen brachte, war Pizarros Fitnesszustand: „Er sieht auch noch aus wie ein Profi mit seinen 40 Jahren, davon können sich andere Ex-Fußballer in dem Alter figürlich eine Scheibe abschneiden. Von daher kann man nur sagen: Alles richtig gemacht. Wenn du so lange auf diesem Niveau Fußball spielst, dann musst du auch für deinen Beruf gelebt haben.“ Der letzte Satz klang dann aber doch ein bißchen wie Abschied. Schließlich lebt er ja noch dafür. Ein Spiel mindestens. (RBlive/mhe)