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Mintzlaff stellt klar: „Ralf Rangnick ist nicht mehr Teil von RB Leipzig!“

Von Martin Henkel
Sind Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick bei RB Leipzig nicht mehr allerbeste Freunde fürs ganze Leben? (Foto: imago images / Picture Point LE)

Sind Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick bei RB Leipzig nicht mehr allerbeste Freunde fürs ganze Leben? (Foto: imago images / Picture Point LE)

Nicht nur für RB Leipzig und seine Angestellten ging Samstagmorgen das Trainingslager im österreichischen Seefeld zu Ende. Auch für Ralf Rangnick ist es vorbei. Und nun?

Mintzlaff: „Gut, dass er nicht nach England gewechselt ist“

Der 61-Jährige ist seit dem 1. Juli Angestellter bei Red Bull, Besitzer und Hauptsponsor der Sachsen, aber nicht mehr als das, was die 50+1-Regel der Deutschen Fußball Liga festlegt. Kein Eingriff ins operative Geschäft. Rangnicks Aufenthalt bei seinem alten Klub, den Spielern, die er vergangene Saison noch als Trainer betreut hat, und den Mitarbeitern, denen er als Sportdirektor vorstand, war davon geprägt, dass er nicht einmal mehr in der zweiten oder dritten Reihe stand. Er war die sechs Tage in Tirol zwar anwesend, ist aber ein Schatten(mann) frühere Tage gewesen.

Vereinschef Oliver Mintzlaff zog daraus durchaus Erfreuliches für sich, denn „schlechter wäre es gewesen, wenn er in die Premier League gewechselt wäre und würde jetzt versuchen, Mitarbeiter und Spieler abzuwerben“. Der Geschäftsführer wiederholte gegen Ende des Trainingslagers, das er 24 Stunden besuchte, was Rangnick ihm und dem Klub bedeutet – und was dieser nicht mehr ist. Nämlich Teil des operativen Geschäfts.

Krösche und Nagelsmann haben das Sagen

„Es war gut, dass er sich hier vor Ort ein Bild gemacht hat“, sagte Mintzlaff, um gleich darauf klarzustellen: „Fakt ist: Ralf Rangnick ist nicht mehr Teil von RB Leipzig, sondern er arbeitet bei Red Bull und ist dort verantwortlich für Fußball. Da gibt es noch zwei weitere Vereine, um die er sich kümmert.“

Der Vereinsvorsitzende berichtete, dass Rangnick ihm mitgeteilt habe, die „nächste Zeit in Brasilien und New York“ bei den anderen Red-Bull-Klubs zu sein. Für Leipzig wird er deshalb nur noch Berater sein, regelkonform: „Er ist ein Berater – genauso wie Gerrard Houillier. Für uns ist er ganz, ganz wichtig, aber er hat die Aufgabe, die Dinge miteinander zu verzahnen. Dementsprechend wird er viel unterwegs sein, und wir in Leipzig erhoffen uns davon große Synergieeffekte. Aber hier vor Ort haben im sportlichen Bereich Julian Nagelsmann und Markus Krösche das Zepter in der Hand.“

Rangnick hatte nach dem Ende der vergangenen Saison entschieden, sich aus den Geschäften bei RB zu lösen und nach sieben Jahren an der sportlichen und architektonischen Spitze des Klubs, mit der Entwicklung der RB-Klubs Bragantino und New York, eine neue Aufgabe zu übernehmen. Wieviel Einfluss er aber weiterhin in Leipzig hat und haben darf, war daraufhin eine der zentralen Fragen.

Mintzlaff wiederholte: „Es soll sich keiner beunruhigt fühlen, wenn Ralf Rangnick immer mal wieder auftaucht. Das ist von mir auch gewünscht, wenn ich Fragen habe, frage ich ihn. Alles andere wäre fatal und wir freuen uns, dass er weiterhin mit seinem Knowhow zur Verfügung steht.“