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Die Werner-Saga, Teil 99: Stürmer winkt Angebot ab und wird vom Trainer über seine Defizite unterrichtet

da geht’s lang, Timo: Nagelsmann unterrichte RB-Stürmer Werner. Foto: Imago/Picture Point LE

Neues aus der Saga um Timo Werner? Gibt es jede Woche. Diese ist die Neuigkeit, dass es trotz eines angedeuteten Gesprächs in  den vergangenen Tagen weiterhin nichts Neues gibt. Entweder hat es nicht stattgefunden oder neun Tage vor Ablauf der Wechselfrist ist sich der Stürmer von RB Leipzig noch immer nicht sicher, ob er bleibt – oder geht.

Was wurde aus dem angekündigten Treffen?

Es ist das längste Gezerre in der Geschichte des allerdings auch erst zehn Jahre alten Klubs. Aber die Frage, was der 23-Jährige vor hat, ob seinen kommenden Sommer endenden Vertrag aussitzen, verlängern oder wechseln, sucht seinesgleichen. Vor einem halben Jahr schon hat ihm der Verein einen neuen Kontrakt vorgelegt. Werner hat aber nicht unterschrieben, sondern wurde monatelang mit einem Wechsel zu den Bayern in Verbindung gebracht, die ihm aber wohl vorigen Freitag abgesagt haben. Wenn, dann soll er in zwölf Monaten ablösefrei kommen.

Markus Krösche sprach daraufhin nach dem 4:0 in Berlin vorigen Sonntag von einem Treffen mit Werner und dessen Berater, das wohl in dieser Woche hätte stattfinden sollen. Vom Sportdirektor, so Trainer Julian Nagelsmann, habe er in dieser Sache nichts gehört. Unter der Hand ist aber zu hören, dass es zu dem Treffen nicht gekommen sein soll. Mit der Begründung, dass Werner sich auf die Buli konzentrieren will. Vielleicht, so die Aussicht, wird er irgendwann die Gespräche nochmal aufnehmen.

Irgendwann? Neun Tage bevor das Transferfenster schließt? Das Abwinken der Gesprächsangebote seitens des Vereins deuten auf einen Verbleib ohne neuen Vertrag hin. Es sei denn, der in seinen Talenten herausragende, was die Breite seiner Fähigkeiten anbetrifft aber eher limitierte Angreifer, lässt noch einmal das Gespräch mit seinem Trainer sacken, das der anderthalb Wochen nach seinem Arbeitsbeginn mit dem Nationalspieler geführt hat. Nagelsmann hat vor der Partie gegen Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr) erzählt, dass er bei diesem Treffen Werner „meine Sicht der Dinge mal dargestellt“ habe, „ohne Druck auszuüben. Nur, was ich persönlich denke, was ihm guttut, was weniger und wo ich ihn besser machen könnte.“

Nagelsmann hat dabei wohl eher die Schwächen des Stümers akzentuiert. „Man hat gewisse Dinge in den Spielen schon gesehen, wo er noch gefährlicher werden kann. Seine Quote und Torausbeute ist gut, aber das kann man an gewissen Punkten noch ausbauen.“ Werner ist seit drei Jahren bei RB. In dieser Zeit hat er in 116 Partien 62 Treffer erzielt. (RBlive/mhe)