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Oliver Mintzlaff zu Werners neuem Vertrag: „Es war eine Grundsatzentscheidung!“

Oliver Mintzlaff

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei RB Leipzig. Foto: imago

RB Leipzigs Verinsvorsitzender Oliver Mintzlaff hat nach dem 2:1 über Eintracht Frankfurt Stellung zur Vertragsverlängerung von Timo Werner bezogen. Dabei verriet er u.a., warum sich  der Nationalspieler gegen andere Vereine und für ein neues Arbeitspapier bis 2023 bei den Sachsen entschieden hat. Und was es bei der Unterschrift zu trinken gab – bzw. was nicht.

Herr Mintzlaff, die Verlängerung haben Sie kurz vor Spielbeginn bekanntgegeben. Hat sich Timo Werner erst so spät entschieden?
Nein, früher. Aber unterschrieben hat er tatsächlich erst Sonntagmittag.

Die Vertragsverlängerung hat auch symbolischen Wert für den Klub und seine Profis. Welchen?
Es ist ein Signal, dass wir kein Ausbildungsverein sind und uns die Spieler nach zwei, drei Jahren verlassen. Wir setzen auf Nachhaltigkeit und Kontinuität. Timo Werner ist bei uns Nationalspieler geworden, er ist wichtig für uns, deshalb wollten wir ihn auch halten.

Was waren die Argumente, die ihn überzeugt hat?
Unser Verein. Wir haben uns im vierten Jahr extremst entwickelt. So wie er auch. Er hatte immer Trainer bei uns, die auf ihn gesetzt haben. So auch Julian Nagelsmann, der unbedingt wollte, dass wir mit ihm verlängern. Die Stadt, die Fans, der Verein und unsere Ambitionen waren sicher ausschlaggebend, dass er bleibt. Das hat ihn überzeugt, dass er die nächsten Schritte auch mit uns gehen kann, bevor er zu einem ganz großen Verein wechselt.

Hat er eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag?
Wir kommentieren grundsätzlich keine Vertragsdetails!

Sie könnten dementieren.
Wir sind sehr froh, dass wir mit ihm verlängern konnten.

Mussten Sie ihn finanziell überzeugen?
Wir haben unser Angebot nicht nachgebessert, und was wir ihm geboten haben, hat seine Leistung wertgeschätzt. Es ging auch nicht darum, Timo oder seinem Berater mehr Geld zu geben. Es ging um eine Grundsatzentscheidung. Das hat sicherlich länger gedauert, als wir gedacht haben. Wir hatten aber gute Argumente. Er ist ja noch nicht fertig.

Von wem ging die Initiative aus?
Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht locker lassen. Es gab auch andere Klubs, die seriös angeklopft und Angebote abgegeben haben. Timo hat aber gesagt, dass ihn das Ausland momentan nicht reizt.

Gehen Sie davon aus, dass Sie jetzt ein paar Jahre Ruhe haben?
Das Fußballgeschäft ist schnelllebig. Wir haben diese Saison Ruhe.

Welche anderen Klubs haben angefragt?
Neben Valencia war das Atletico Madrid.

Seit wann wussten Sie, dass Timo Werner Ihr Angebot annehmen wird?
Wir haben am Mittwoch nochmal in München mit seinem Berater Karlheinz Förster verhandelt. Mittwoch und Donnerstag nochmal telefoniert und am Samstagmittag alles finalisiert. Dann haben wir uns entschieden, dass wir Sonntagmittag unterschreiben.

In welchem Rahmen fand die Unterzeichnung statt? Mit Champagner oder Apfelsaft?
Wenn dann schon mit Red Bull, ansonsten standen wir im Büro des Sportdirektors und haben unterschrieben. Das war kein großer festlicher Rahmen.

In einer Woche schließt das Transferfenster. Wird es noch Veränderungen am Kader geben?
Ich gehe nicht davon aus.

(RBlive/mhe/aufgezeichnet in der Mixed Zone)