Mehr Macht als Rangnick

Wechsel von Eberl soll nach dem Gladbach-Spiel verkündet werden

Von dpa/dpa 15.09.2022, 08:49
Bald wieder vereint: Max Eberl und Marco Rose. (imago/Team 2)

Max Eberl soll im Januar als neuer Sportchef beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig beginnen. Das berichtet der Kicker (Donnerstag, Print). Demnach hätte der 48-Jährige einen sofortigen Dienstbeginn aufgrund der vielen Englischen Wochen abgelehnt.

Eberl und RB seien sich einig. Der Wechsel soll in den Tagen nach dem Duell am Samstag zwischen Eberls aktuellem Klub Borussia Mönchengladbach und Leipzig in der Länderspielpause bekanntgegeben werden. Uneinigkeit herrscht zwischen beiden Vereinen noch über die Ablöse, die bei etwa fünf Millionen Euro liegen soll.

Max Eberl soll bei RB Leipzig Geschäftsführer Sport werden

Eberl soll laut dem Fachmagazin als Geschäftsführer Sport mehr Macht erhalten als einst Ralf Rangnick. Zumindest formell, da Rangnick als Sportdirektor zwar omnipräsent war, aber nicht Teil der Geschäftsführung. Diese Position wird nun extra für Eberl geschaffen. Klubchef Oliver Mintzlaff will sich laut Medienberichten stärker auf andere Themen konzentrieren und weniger auf das spoirtliche Tagesgeschäft.

Trotz seines Rücktritts Ende Januar wegen mentaler Erschöpfung ist Eberl noch immer bis 2026 bei Gladbach angestellt. Sein Vertrag ruht lediglich, weshalb der Verein vom Niederrhein auf eine Ablösezahlung pocht.

Ein erstes RB-Angebot von etwa einer halben Million Euro hat die Borussia übereinstimmenden Berichten zufolge sofort als indiskutabel abgelehnt. In Leipzig träfe Eberl auf Trainer Marco Rose, mit dem er bereits in Gladbach zwei Jahre lang zusammenarbeitete.

Emotionales Thema am Samstag bei Spiel gegen RB Leipzig

Bei dem Spiel am Samstagabend am Niederrhein dürften die Diskussionen über den bevorstehende Transfer von Eberl auch im Stadion emotional verbal hochkochen. Am Dienstag hatte die organisierte Fanszene Gladbachs in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Eberl erhoben. Die Anhänger werfen dem ehemaligen Sympathieträger vor, schon zum Ende seiner aktiven Amtszeit in Gladbach mit Leipzig verhandelt zu haben.

Die Gerüchte, die sich nicht belegen lassen, hatte Eberl bestritten. Nach seinem Rückzug und einer Auszeit lebt Eberl aktuell in der Schweiz in der Nähe von Zürich.