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Atemprobleme und Leistungsabfall Wolfsburgs Profis kämpfen mit Folgen von Corona-Infektionen

Marin Pongracic (l.) musste gegen Union Berlin mit Atemproblemen ausgewechselt werden. Auch Renato Steffen (r.) litt unter Spätfolgen seiner Infektion.

Marin Pongracic (l.) musste gegen Union Berlin mit Atemproblemen ausgewechselt werden. Auch Renato Steffen (r.) litt unter Spätfolgen seiner Infektion.

Bei RB Leipzig musste Neuzugang Hee-Chan Hwang die leidvolle Erfahrung machen: Noch viele Wochen nach seiner Infektion mit dem Coronavirus Mitte November war der südkoreanische Angreifer nicht voll belastbar: Erst am vergangenen Wochenende beim 1:3 gegen Borussia Dortmund feierte "Mr. Oberschenkel" nach sechs verpassten Liga-Partien sein Comeback.

Beim VfL Wolfsburg, der am Samstagnachmittag (15.30 Uhr/Sky) RB empfängt, können gleich mehrere Profis von den Langzeitfolgen ihrer Viruserkrankungen berichten. Jerome Roussillon und Maxcence Lacroix trainierten nach scheinbarer Genesung zwar wieder mit der Mannschaft. Das Duo ist aber noch nicht voll belastbar und musste zuletzt auf ärztlichen Rat hin sogar wieder kürzer treten. Beide fielen am vergangenen Wochenende beim 2:2 gegen Union Berlin aus.

Abwehrspieler Marin Pongracic musste gegen Union von Trainer Oliver Glasner laut NDR zur Halbzeit sogar mit Atemproblemen ausgewechselt werden. "Marin hatte große Probleme mit der Luft", begründete Glasner seine Maßnahme. "Er hatte schon während der ersten Halbzeit hin und wieder beide Arme auf den Knien, wie man es normalerweise am Ende einer Verlängerung kennt. Bei ihm war es schon nach 15 Minuten zum ersten Mal."

Neun Corona-Fälle bei Wolfsburg, fünf bei RB Leipzig

Pongracic steht seit seiner Virusinfektion seit Mitte Dezember wieder auf dem Platz und absolvierte seitdem fünf Spiele. "Da sollte sich der körperliche Zustand eigentlich verbessern und nicht verschlechtern", betonte VfL-Manager Jörg Schmadtke laut Sportbuzzer. Doch genau das trat bei Pongracic ein, der zu Saisonbeginn zudem am Pfeifferschen Drüsenfieber gelitten hatte. Auch Renato Steffen klagte drei Monate nach seiner Corona-Erkrankung über zwischenzeitliche Atemprobleme.

Er ist einer von neun Wolfsburg-Profis, die bislang positiv getestet wurden. Allein fünf von ihnen kurz vor und kurz nach Weihnachten. Bei RB Leipzig sind insgesamt fünf Fälle bekannt: Marcel Sabitzer, Amadou Haidara, Hee-chan Hwang, Lazar Samardzic und ein Physiotherapeut.

Glasner: "Keine Erfahrungswerte" bei Umgang mit Corona-Rückkehrern

Für VfL-Coach Glasner ist der Umgang mit den Zurückgekehrten ein schwieriges Thema, "weil es noch keine Erfahrungswerte gibt". Alle Spieler seien medizinisch genau gecheckt worden, ehe sie wieder in den Trainings- und Spielbetrieb zurückkehren konnten. "Wir machen kardiologische und internistische Untersuchungen mit ihnen, die Blutwerte werden weiterverfolgt. Wir machen alles, um die größtmögliche Sicherheit für unsere Spieler zu gewährleisten."

Ein Restrisiko bleibt offenbar. Es gab schon einzelne Fälle von Sportlern, die nach einer Corona-Erkrankung eine Herzmuskelentzündung erlitten. Die Frage, wie riskant eine schnelle Rückkehr in den Trainingsbetrieb für einen Leistungssportler ist, wird wissenschaftlich noch untersucht. In Bezug auf seinen Schützling Hwang warnte RB-Coach Nagelsmann im Dezember: „Wenn er zu früh einsteigt, kann das gefährlich für die Organe, vor allem fürs Herz werden. Da ist Vorsicht geboten.”

Der 24-Jährige litt unter dem vollen Programm der Symptome. "Er sagte mir wörtlich: ,Ich war in den ersten sieben Tagen fast tot’”, berichtete Nagelsmann. Bleibt zu hoffen, dass dem Südkoreaner Rückschläge wie bei einigen der VfL-Profis erspart bleiben. (RBlive/fri/dpa)