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Von Ullrich Kroemer

„Ein Stück Normalität wagen” Stadt Leipzig lässt 8500 Fans ins Stadion

Kein volles Haus wie hier gegen Tottenham, aber immerhin ein Viertel des Stadions soll belegt werden dürfen.

Kein volles Haus wie hier gegen Tottenham, aber immerhin ein Viertel des Stadions soll belegt werden dürfen.

Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig hat das Hygienekonzept von RB Leipzig akzeptiert und hat für das erste Bundesliga-Spiel von RB Leipzig am 20. September gegen Mainz knapp 8500 Fans im Stadion zugelassen. Das hatte die Bild-Zeitung zuerst berichtet. RB Leipzig und die Stadt kommunizierten das am Nachmittag.

Oberbürgermeister Burkhard Jung kommentierte: „Wir wollen mit dieser Genehmigung ein Stück Normalität wagen. Wir sind uns bewusst, dass die Pandemie noch lange nicht besiegt ist. Aber dort wo es geht, muss Menschen – unter strengen Auflagen – auch erlaubt sein, ihren Alltag zurückzubekommen.”

Das Konzept setzt auf eine Clusterbildung von Fangrüppchen von jeweils sechs Personen, die mit genügend Abstand über das ganze Stadion verteilt werden. „So ist das Infektionsgeschehen kontrollierbar und Schutz möglich”, sagte Stadtsprecher Mathias Hasberg der MZ/RBlive.

Tickets werden unter Dauerkarteninhabern verlost – nur Sachsen zugelassen

Wer ins Stadion darf, soll unter denjenigen Anhängern der 22.500 Dauerkarten-Inhaber verlost werden, die aus Sachsen kommen. Fans mit anderem Wohnsitz sind nicht zugelassen.

Voraussetzung ist, dass das Infektionsgeschehen in Sachsen so gering bleibt wie aktuell. Innerhalb einer Woche dürfen sich im Wohnort des Besuchers nicht mehr als 20 Personen auf 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus infizieren. Aktuell liegt der Index in Leipzig bei 3,2 (2,9 im sächsischen Durchschnitt).

Wettbewerbs-Gleichheit infrage gestellt

RB Leipzig ist der erste Bundesligaklub, der eine Freigabe der lokalen Behörden für Spiele mit Fans erhält. Klubs im Süden und in Nordrhein-Westfalen werden aufgrund höherer Infektionszahlen wohl keine Zulassungen bekommen, was die Wettbewerbs-Gleichheit in der Bundesliga infrage stellt.

Die Bundesregierung hatte empfohlen, bundesweit einheitlich bis Ende Oktober keine Bundesligaspiele mit Fans durchzuführen. Die Chefs der Staatskanzleien sollen in einer Arbeitsgruppe bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen, wie Bundesliga-Fußball mit Tausenden Zuschauern funktionieren soll. Auch Sachsens Sozialministerin Petra Köpping unterstützt eine bundesweit einheitliche Vorgehensweise.

Sozialministerin Köpping: „Es wird keine Bundesliga-Spiele mit Zuschauern geben”

„Ganz konkret bei der Fußball-Bundesliga ist es notwendig, dass wir in Deutschland einheitliche Regelungen haben. Man kann sich schlecht vorstellen, dass in Sachsen Zuschauer zugelassen sind und in einem anderen Bundesland nicht”, sagte Köpping auf Anfrage. „Von daher wird es, bis es Ergebnisse der Arbeitsgruppe gibt, keine Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern geben.”

In Leipzig sieht man das offenbar anders und schafft gerade Fakten. Auch Köpping hatte explizit das Hygienekonzept von RB Leipzig gelobt, das zum Beispiel den zeitversetzten Einlass der Fans regeln soll. Darauf fußt nun auch die Entscheidung des Leipziger Gesundheitsamtes, die auch von Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt wird.

Ministerpräsident Kretschmer: „RB Leipzig zeigt, was alles möglich ist”

„RB Leipzig hat sich sehr viele Gedanken gemacht, um wieder Fans im Stadion zu haben. Mit einem klugen Hygienekonzept zeigt RB Leipzig, was alles möglich ist”, lobte der Landesvater. „Die sächsische Staatsregierung unterstützt dieses Vorhaben. Durch Eigenverantwortung ist in Sachsen viel mehr möglich geworden als in anderen Bundesländern. Wir wollen unseren sächsischen Weg fortsetzen.“ (RBlive/ukr)