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Von Ullrich Kroemer

Becherwürfe, drei Banner und Pfiffe: Dortmunder Protest gegen RB weitgehend fair

1300 Fans im Auswärtsblock der Leipziger in Dortmund.

1300 Fans im Auswärtsblock der Leipziger in Dortmund.

Die Atmosphäre im Dortmunder Stadion war wuchtig und ohrenbetäubend, aber zu keiner Zeit feindselig gegenüber RB Leipzig. Vor zweieinhalb Jahren hielten die Hardcorefans auf der Südtribüne noch zahllose Schmähbanner nach oben. Von den Ausschreitungen gegen RB-Fans auf der Strobelallee vor dem Stadion ganz zu Schweigen. Beim zweiten Gastspiel von Rasenballsport bei den Schwarz-Gelben hatte es noch einen Protestmarsch mit Tausenden BVB-Anhängern gegen RB gegeben.

Beim vierten Aufeinandertreffen nun platzierten die Dortmunder Ultras noch drei Botschaften gegen RB. „Null Toleranz gegenüber RB Leipzig!” stand auf einem Blockbanner. Auf zwei weiteren kleineren Plakaten hieß es: „Nein zu RB” und „RB verpiss Dich”. Dazu skandierten die Borussen-Fans die üblichen Anti-RB-Sprechchöre von Bullen und Schweinen. In den ersten fünf Minuten pfiffen die BVB-Ultras die RB-Spieler bei jedem Ballkontakt so lautstark aus wie es die RB-Spieler lange nicht mehr erlebt hatten. Bei einigen Akteuren schien das durchaus Eindruck zu machen.

Die Proteste aber blieben absolut im Rahmen. Die Dortmunder Polizei vermeldete fünf Strafanzeigen wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Auf Anfrage teilte die Polizei mit, dass dabei in einem Fall Beamte auch von Gastfans „aus einem Kleinbus heraus” beleidigt worden sein sollen. Bei den Fällen von gefährlicher Körperverletzung handelt es sich um drei Becherwürfe von Dortmunder Fans in den Leipziger Gästblock hinein. (RBlive/ukr)

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