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Fan-Flaute: Ralf Rangnick von geringem Zuschauerinteresse nicht überrascht

Der Fanblock war beim Spiel gegen Salzburg voll. Im Rest des Stadions von RB Leipzig blieb es vergleichsweise leer.

Der Fanblock war beim Spiel gegen Salzburg voll. Im Rest des Stadions von RB Leipzig blieb es vergleichsweise leer.

Die Auslosung des ersten Spieltags der Europa-League-Gruppenphase hatte RB Leipzig einen Kracher beschert. Gleich ein Heimspiel und ausgerechnet gegen den „kleinen Bruder“ FC Salzburg. Trotzdem kamen weniger als 25.000 Fans ins Stadion.

Später Anstoß als Grund für mangelndes Zuschauerinteresse

In den Europa-League-Quali-Spielen gegen Häcken, Craiova und Luhansk waren es sogar jeweils deutlich unter 20.000 Zuschauern gewesen, die ihrer Mannschaft bei deutlich niedrigeren Preisen im Stadion die Daumen drückten.

Ralf Rangnick zeigte sich nach der Niederlage gegen Salzburg wenig verwundert über das geringe Zuschauerinteresse und verwies auf den späten Anstoß um 21 Uhr. „Wir haben traditionell viele Familien und Kinder im Stadion. Da sind viele dabei, die am nächsten Morgen arbeiten oder in die Schule müssen. Das ist für mich nicht so überraschend gewesen, dass nur 24.000 kommen.“

Kein wachsendes Publikumsinteresse bei RB Leipzig

Neben dem späten Anstoß kann man auch die Free-TV-Übertragung bei RTL Nitro als Grund anführen. Der Sender überträgt pro Spieltag ein Europa-League-Spieltag und hatte sich für den ersten Spieltag für das erstmalige Red-Bull-Duell entschieden. Auch die Eintrittspreise auf Bundesliga-Niveau mögen als Grund gelten. In der Quali-Phase hatte RB Leipzig die Tickets noch für maximal 20 Euro verkauft. Gegen Salzburg musste man als Vollzahler zwischen 15 und 55 Euro für eine Karte bezahlen.

Trotzdem darf die Zuschauerzahl als kleine Enttäuschung gelten. In der letzten Saison kamen in den K.o.-Spielen der Europa League jeweils noch deutlich über 30.000 Zuschauer zu den Partien gegen Neapel und Marseille. Gegen St. Petersburg waren es bei winterlichen Temperaturen aber auch unter 20.000 Zuschauer geblieben. In der aktuellen Spielzeit waren beide Leipziger Bundesligaheimspiele noch nicht ausverkauft. Auch das ein Zeichen, dass der Zuschauerzuspruch aktuell nicht anwächst.

Salzburger organisierten einen Fanmarsch

Auf Salzburger Seite waren die Reaktionen auf die Europa League deutlich positiver. Während zu Ligaspielen das Stadion selten gut gefüllt ist, hat man für die Europa League bereits weit über 10.000 Tickets für alle drei Vorrundenheimspiele verkauft. Nach Leipzig wollten rund 1.000 Anhänger mitreisen. Nur zu Spielen nach Dortmund und nach Amsterdam waren in der Vergangenheit mehr Fans zu internationalen Auftritten gereist.

Kurz nach der Bekanntgabe der Paarung hatten sich die österreichischen Anhänger, die zu Teilen mit einem Sonderzug anreisten, dazu entschlossen, in Leipzig mit einem Marsch zum Stadion zu ziehen. Dabei kam es auch zu Schmähungen von RB Leipzig und Ralf Rangnick. Der RB-Trainer hatte im Vorfeld von einem „Derby“ gesprochen und damit auf die besondere Bedeutung der Partie gegen Salzburg verwiesen. Im Zuschauerzuspruch schlug sich das nicht nieder.

Auch Schalke 04 mit bei weitem nicht ausverkaufter Arena

Mit einem nicht ausverkauften Stadion ist Rasenballsport Leipzig allerdings nicht alleine: Auch beim Spiel zwischen Schalke 04 und FC Porto in der Champions League war es am Dienstagabend mit gut 45.000 Zuschauern nicht voll. Wie Manager Christian Heidel im Einklang mit Ralf Rangnick feststellte, vor allem eine Folge der Anstoßzeit, die für viele Fans von außerhalb zu spät ist.