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Von Ullrich Kroemer

Fraktion Red Pride Red-Aces-Nachwuchs gegen „strukturellen Rassismus und eure Relativierung”

„Egal ob fern oder nah – Block 28 ist immer da”: Choreografie der RB-Fans vor dem Spiel gegen Wolfsburg.

„Egal ob fern oder nah – Block 28 ist immer da”: Choreografie der RB-Fans vor dem Spiel gegen Wolfsburg.

Das Signal, das die Leipziger Kurve beim Spiel in Wolfsburg sandte, war deutlich: Auch nach der Auflösung der ultraaffinen Gruppierung Red Aces wird sich ein Teil der aktiven Fanszene politisch positionieren.

Als Reaktion auf den Stadionverweis einer Gruppe Japaner beim Spiel eine Woche zuvor gegen Leverkusen plakatierte die Fraktion Red Pride 2010 (FRP), bislang die Nachwuchsorganisation der Red Aces: „Ey RBL, wer bunt sein will, muss Racial Profiling klar benennen. Keine Akzeptanz für Racial Profiling und Eure Relativierung!” Klar, das damit die Kommunikation des Vereins gemeint war.

In einer Stellungnahme würdigte FRP, dass der Verein den Vorfall eingestanden hatte und dabei ist aufzuarbeiten, kritisierte aber „die bisherige Kommunikationsstrategie, den Vorfall nicht als das zu bezeichnen, was er war: struktureller Rassismus. ” Und weiter: „Wir fordern den Verein auf, den geschehenen Vorfall nicht nur intern aufzuarbeiten, sondern auch öffentlich dessen strukturell-rassistische Dimension nicht länger zu verschleiern.” Nur so bestehe eine Grundlage, „auch wirklich Fortschritte dabei zu erzielen, diskriminierende Übergriffe im Zentralstadion auch in Zukunft zu verhindern.”

Zudem kündigte die Gruppe an, die nach der Auflösung der Red Aces entstandene Lücke, „nach besten Kräften” auszufüllen. „Wir tragen das Ideal einer diskriminierungsfreien, lauten und kreativen Kurve weiter, fechten unsere bisher gemeinsamen Kämpfe weiterhin mit derselben Vehemenz aus und weichen dabei keinen Schritt zurück.”

RB Leipzig hatte vor Anpfiff per Twitter mitgeteilt: „Unsere interne Aufarbeitung, die Beurteilung und Überprüfung einer unabhängigen Instanz und besonders die Einschätzungen der betroffenen japanischen Gäste zeigen: Es bleibt kein Vorwurf im Raum stehen!”

Am vergangenen Sonntag waren vom Sicherheitsdienst von RB Leipzig aus Furcht vor dem Coronavirus 37 japanische Sportwissenschaftler_innen nicht ins Stadion eingelassen worden beziehungsweise hatten das Stadion nach etwa 20 Minuten wieder verlassen müssen. Dr. Christian Hartmann von der Universität Leipzig, der die Gruppe begleitete, berichtete im Interview mit RBlive, dass es laut Security von der „übergeordneten Leitung” festgelegt worden war, dass die Gruppe offenbar aufgrund ihrer asiatischen Herkunft das Stadion verlassen müsse.

Auch in anderen Fanszenen war der Vorfall Thema. Beim Spiel zwischen SC Freiburg und dem 1. FC Union Berlin plakatierten die Freiburger Fans: „@RBL: Love, Peace & Ras(s)enlehre”. (RBlive/ukr)

Plakat beim Spiel SC Freiburg gegen Union Berlin.

Plakat beim Spiel SC Freiburg gegen Union Berlin.

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