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"Wir haben kaum Spielraum" Leipziger Fanprojekt bedroht 

Aiuch die Fanarbeit in Leipzig ist von Kürzungen bedroht.

Aiuch die Fanarbeit in Leipzig ist von Kürzungen bedroht.

Ohne Fans, betonen die Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden in der Corona-Krise seit Monaten, ist der Fußball kein Fußball. Dennoch hat der DFB eine Debatte angestoßen, die die Fanprojekte bundesweit aufgeschreckt hat. 

Ihren Unmut und ihre Befürchtungen drückten Anhänger des 1. FC Union Berlin auf einem Transparent über die ganze Länge der Gegengeraden aus. "Gelder streichen bei Fanprojekten und kleinen Vereinen, das soll es gewesen sein? Wir haben es nicht vergessen, Reformen waren Euer Versprechen", hieß es zum Bundesliga-Auftakt der Eisernen gegen den FC Augsburg im Stadion An der Alten Försterei. Auch in Leipzig brodelt ist, ein Banner von RB-Fans hatte darauf aufmerksam gemacht. 

Gerade in Corona-Zeiten, in denen nur wenige Fans ins Stadion gehen können, pflegen diese den sozialen Zusammenhalt in den Projekten und suchen dort auch Hilfe. Die Arbeit sei noch intensiver geworden, sagt Christian Kohn. Der Kulturwissenschaftler hat es als Leiter des Fanprojekts Leipzig mit Anhängern des Bundesligisten RB und der Regionalligisten BSG Chemie und Lok Leipzig zu tun.

"Individuelle Problemlagen wie psychische Probleme, der zeitweise Verlust des sozialen Umfelds, das Stellen von Anträgen für Transferleistungen, Zukunftsängste - all das waren Themen, die die Jugendlichen und uns während der letzten Monate noch intensiver als sonst beschäftigt haben", sagt Kohn.

Träger des Leipziger Projekts ist die gemeinnützige Outlaw Kinder- und Jugendhilfe. "Wir haben Jahr für Jahr einen sehr engen Etat, der uns eigentlich kaum Spielraum lässt", sagt Kohn. So lange offen sei, dass der DFB eine langfristige und angemessene Finanzierung anstrebe, befürchte er, dass die Kürzung der Fanprojekt-Finanzierung ab Mitte 2022 ein Ergebnis der Reformbestrebungen sein könnte. Eigentlich müsse es darum gehen, dass man eine Struktur schaffe, durch die Prävention und soziale Arbeit gestärkt werde - "weil ja die Problemlagen coronabedingt eher zunehmen werden, sowohl gesellschaftlich als auch im Fußball".

(dpa)