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„Schämen uns” Jena-Ultras fordern Bekenntnis von Carl Zeiss gegen RB

Protest seit 2009: Anti-RB-Leipzig-Tiraden beim ersten Ligaspiel bei Carl Zeiss Jena II kurz nach der Klubgründung 2009.

Protest seit 2009: Anti-RB-Leipzig-Tiraden beim ersten Ligaspiel bei Carl Zeiss Jena II kurz nach der Klubgründung 2009. 

Der übliche Reflex kam mit zwei Tagen Verspätung. Nach dem 5:5 im geheimen Trainingsspiel zwischen RB Leipzig (U19 verstärkt mit einigen Profis) und Regionalligist Carl Zeiss Jena am Samstag meldeten sich am Montag die Jenenser Ultras der Horda Azzuro mit heftigem Protest zu Wort.

Die Hardcore-Anhänger hatten erst durch die Berichterstattung von RBlive am Samstagmorgen von dem Test erfahren. Die Jena-Ultras reagierten mit „Schock”, „Wut” und „enormer Verständnislosigkeit”. Sie schreiben auf ihrer Webseite: „Wir schämen und für das Antreten unserer Mannschaft.”

Dass Carl Zeiss zu dem Geheimtest nach Leipzig gefahren sei, sei ein Fehler von Sportchef Tobias Werner, denn der Protest gegen RB sei bereits seit dem ersten Auswärtsspiel der Leipziger 2009, als Spieler und Trainerteam auf einem Nebenplatz des Ernst-Abbes-Sportfeldes massiv beleidigt und mit Bierbechern beworfen wurden, Selbstverständnis der Fanszene.

Jena-Ultras fordern: „Ehrliches und felsenfestes Bekenntnis” und Positionierung gegen RB Leipzig

Die Horda Azurro argumentiert: „Gelingt es den Fussballclubs als Gemeinschaft aus tausenden Mitgliedern, gewählten ehrenamtlichen Gremien und bezahlten Sportlern nicht, die Zukunft des eigenen Sports mit kleinen konsequenten Maßnahmen im eigenen Einflussbereich mitzugestalten, dann wird die Verdrängung traditioneller und mitgliederstarker Vereine zu Gunsten künstlicher Werbekonstrukte fortschreiten. Werden Marketingkonzepte à la RB salonfähig und stillschweigend akzeptiert, dann halten uns irgendwann auch keine belgischen Stinke-Kredite mehr auf den Uefa-Cup-Plätzen der NOFV-Regionalliga.”

Jeder „vermeintliche Nutzen” einer Kooperation mit RB bei Testspielen oder Transfers müsse wahren Liebhabern des Fußballs und des FC Carl Zeiss „am Arsch vorbeigehen”. Daher fordern die Ultras die Vereinsführung und die sportliche Leitung des Klubs zu einem „ehrlichen und felsenfesten Bekenntnis zur Ablehnung von Redbull Leipzig und einer Positionierung zu den damit verbundenen Einflüssen auf den Fußball in Mitteldeutschland” auf.

Proteste der Fans von Traditionsklubs gegen Testspiele mit Beteiligung von RB Leipig haben „Tradition” und gehören zur Ultra-Folklore. Tests gegen Aue etwa wurden auf Druck der Fans abgesagt. Erst kürzlich hatte es Proteste der Fans des Chemnitzer FC gegen einen Test gegen die U19 der Leipziger gegeben. Das Team von Marco Kurth hatte in den vergangenen Wochen bereits gegen den Chemnitzer FC, ZFC Meuselwitz, Germania Halberstadt und nun Carl Zeiss Jena Trainingsspiele absolviert. (RBlive/ukr)