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von Ullrich Kroemer

Union-Protest mit Boykott und Plakaten – Kot-Gestank im Gästeblock

Stiller Protest: Die Union-Fans gedenken toten Fans und protestieren schweigend gegen RB Leipzig (imago/Jan Huebner).

Stiller Protest: Die Union-Fans gedenken toten Fans und protestieren schweigend gegen RB Leipzig (imago/Jan Huebner).
Copyright: imago images / Jan Huebner

Bevor in der Alten Försterei das erste Bundesliga-Spiel in der Geschichte des 1. FC Union Berlin angepfiffen wurde, rief Stadionsprecher Christian Arbeit noch einmal ganz offiziell zum 15-minütigen Stimmungsboykott gegen RB Leipzig auf. Arbeit lud alle dazu ein, denen Fan-Teilhabe wichtig sei, die erste Viertelstunde zu schweigen. „Wir werden auch in der Bundesliga das tun, was wir immer getan haben: Haltung bewahren”, so Unions Kult-Stadionsprecher. „20.000 schweigen lautstark, um nach 15 Minuten die Hölle zu entfachen.”

Die etwa 20.000 Unioner folgten geschlossen. In den ersten Minuten waren nur die 2457 Leipziger Schlachtenbummler zu hören. Aus den Union-Blöcken kam nur Geraune und Gemurmel. Unions Fans hielten Hunderte Plakate mit den Konterfeis verstorbener Anhänger nach oben, die dieses historische Spiel nicht mehr miterleben können und plakatierten über das gesamte Stadionrund, was den Verein aus Fansicht ausmacht. „Ehrenamt sei Dank, der Verein lebt durch seine Fans!”, stand da unter anderem.

Halstenberg stoppt Union-Support

Gerade, als die Unioner lautstark anfingen zu singen, unterbrach Marcel Halstenberg den Sound. Der Linksverteidiger schoss nach 15 Minuten und 55 Sekunden das 1:0 für RB und unterbrach den gerade gestarteten Support der Gastgeber.

 


Später stichelten die FCU-Anhänger auf der Waldseite noch „Nach zehn Jahren – endlich wieder ein Osterverein in der 1. Liga.”

Kot- und Güllegestank im Gästeblock

Insgesamt blieb der Protest gegen RB Leipzig im absolut fairen und friedlichen Rahmen. Lediglich eine Aktion unterhalb der Gürtellinie leisteten sich die Unioner. Wie bereits in den vergangenen Zweitligaspielen stank es im Gästeblock ab etwa der 40. Minute – diesmal nicht nach Buttersäure, sondern nach Kot und Gülle, wie RBlive Mitarbeiter Matthias Kießling berichtet. Bei den vergangenen beiden Gastspielen hatten Ampullen mit heftig stinkender Flüssigkeit im Gästeblock für den Gestank gesorgt.


Die Leipziger Fans hatten zum Anpfiff eine Auswärtschoreo präsentiert. „Leipzig – Mittelpunkt unseres Lebens. Leidenschaft – der Grund unseres Strebens”, dichteten die RBL-Ultras.

 

RB Leipzig reagierte ungewohnt humorig auf den Stimmungsboykott. „Schweigen ist Silber, Siegen ist Gold. Oder so”, twitterte der Bundesliga-Zweite.

Die Union-Fans ließen sich die Stimmung trotz der deftigen Auftaktpleite nicht verderben. Nach Spielschluss feierten die Anhänger sich und ihr Team noch minutenlang mit Gesängen: „Union Berlin, meine Liebe, mein Stolz, mein Verein.” (RBlive)

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