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Wehmut im Reichsbahnzug: 200 Fans trösten die Mannschaft

RB-Kapitän Willi Orban schreibt im Fanzug Autogramme.

RB-Kapitän Willi Orban schreibt im Fanzug Autogramme.
Copyright: RBlive/Kroemer

Der alte Reichsbahn-Sonderzug aus den 1980er-Jahren rollte gerade auf dem Weg vom DFB-Pokalfinale aus Berlin zurück nach Leipzig durch den Fläming, als Willi Orban und Emil Forsberg bewusst wurde, welch große Chance sie verpasst hatten. RB Leipzigs Kapitän Orban lehnte in dem urigen, holzgetäfelten Abteil auf einem abgesessenen Polstersitz, und sinnierte über die 0:3 (0:1)-Finalniederlage gegen den FC Bayern.

Emil Forsberg im Fanzug: „Habe die ganze Nacht über meine Chance nachgedacht”

Mit etwas heiserer Stimme sagte er: „Ich empfinde gerade Wehmut und Demut, weil ich mir vorstelle, wie es gewesen wäre, wenn wir den Pott geholt hätten. Aber auch so spürt man, wie euphorisiert und stolz die Fans sind, dass sie an diesem Ereignis teilhaben durften.” Spielmacher Forsberg ging es nach dem Bad in der Menge der knapp 200 Fans im Partyzug, die den Profis auf der etwa zweistündigen Zuspruch gaben und aufmunterten, ganz ähnlich. „Wir hatten die Chance Geschichte zu schreiben, haben das aber leider nicht geschafft”, sagte der 27-Jährige noch immer geknickt. „Ich habe die ganze Nacht über meine Chance nachgedacht.”

Forsberg, den Kopf ausgelaugt in die lederne Nackenstütze gelehnt, bekannte: „Die Erfahrung und Coolness haben uns noch gefehlt. Man hat gemerkt, dass die Bayern schon ein paar Finals gespielt und Titel haben”, sagte der Schwede. „Wir brauchen diese Erfahrung für das nächste Mal, um zu wissen, was wir besser machen müssen.”

Dominik Kaiser im Fanzug dabei

Pünktlich um 12.10 Uhr hatte der Sonderzug samt Mannschaft und Trainerstab den Berliner Hauptbahnhof verlassen. In der Mitte des Zuges wurde extra ein Partywaggon mit Tanzfläche eingerichtet. Der Klub wollte sich mit der Aktion bei den Anhängern bedanken, so wie nach dem Aufstieg in die 3. Liga 2013 mit dem Sonderzug aus Lotte und der Rückfahrt 2014 aus Stuttgart nach dem letzten Spiel in der 3. Liga. Neben Orban und Forsberg mischten sich auch Peter Gulacsi, Lukas Klostermann, Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen unter die Anhänger. Auch Dominik Kaiser hatte sich unter sein Ex-Team gemischt.

Bei der Ankunft in Leipzig bereiteten Hunderte Fans den Pokalfinalisten einen sprichwörtlich großen Bahnhof beim Empfang in der Messestadt. Am Nachmittag ließ RB die Feier in Leipzig auf der großen Festwiese am Stadion ausklingen.

Insgesamt war die Stimmung bei den Leipzigern Spielern schon wieder besser als noch am Vorabend nach der Niederlage. Nationalspieler Timo Werner scherzte beim Einstieg in den Zug mit Orban. Die Spieler veröffentlichten Fotos von der Rückfahrt in den sozialen Netzwerken. (RBlive/sid)

Eindrücke aus dem RB-Fanzug:

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