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Von Ullrich Kroemer

„Es muss schon Sinn machen” Nagelsmann bewertet Zukunft von Forsberg und Wolf

Trainingsgruppe zwei: Yvon Mvogo, Emil Forsberg und Hannes Wolf.

Trainingsgruppe zwei: Yvon Mvogo, Emil Forsberg und Hannes Wolf.

Wenn Emil Forsberg im Training seine Fußballkunst zeigt, ist auch Julian Nagelsmann entzückt. „Es ist immer noch zum mit der Zunge schnalzen, wenn er im Training die ein oder andere Aktion hat”, schmeichelte RB Leipzigs Trainer seinem Routinier vor dem Spiel gegen Düsseldorf (Mi., 20.30 Uhr). „Er ist ein außergewöhnlich guter Spieler. Er hat eine große Rolle für RB gespielt bei der Entwicklung zu einer guten Mannschaft. Da war er eine tragende Säule.”

Doch ein wenig wirkte die Hymne auf den Schweden so, als wolle der Chefcoach den Schweden würdig verabschieden. Seit dem Corona-Restart bekam der 28-Jährige gerade sechs Minuten Einsatzzeit. In der gesamten Rückrunde bekam er nur in drei Spielen längere Spielphasen.

Nagelsmann über Emil Forsberg: „Er hatte schon Phasen, in denen er mehr sauer war”

Dass der Nationalspieler damit nicht glücklich ist, weiß auch Nagelsmann. „Er ist nicht zufrieden mit seiner Einsatzzeit, verhält sich aber topprofessionell”, berichtete der Fußballlehrer. „Er hatte schon Phasen in der Saison, in denen er mehr sauer war als aktuell.” Forsberg könne die Situation gut einschätzen. „Er ist ein ganz feiner Kerl.”

Nagelsmann erklärte die fehlenden Spielminuten mit mangelnder Fitness. Zweimal fehlte der Edeltechniker wegen langwieriger eitriger Anginas etwa zwei Wochen lang. Jeweils zum Start der Rückrunde und zum Wiederauftakt nach der Corona-Zwangspause. Beide Male zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Dazu kam die durch die Corona-Pandemie ohnehin eingeschränkte Trainingszeit. Für einen körperlich hoch sensiblen Spieler wie Forsberg, der wegen chronischer Schambein- und Leistenproblemen stets Sonderschichten schieben muss, war das nicht zu kompensieren. „Da ist ein großer Teil weggefallen”, sagte Nagelsmann.

Forsberg soll zum Saisonfinale noch Einsatzzeit bekommen

Jetzt aber sei er wieder in der Verfassung, um helfen zu können. „Er hat wieder viel trainiert, er kommt jetzt wieder dahin, dass er bei 100 Prozent ist”, sagte der Chefcoach. „Wir haben noch drei schöne Spiele, wo er Einsatzzeiten kriegen und gute Spiele zeigen kann. Ich gebe ihm gern Einsatzzeiten, weil er eine gute Qualität hat”, so der Trainer.

Wenn die Saison vorüber ist, werden sich Nagelsmann und Sportdirektor Markus Krösche zusammensetzen. „Wie bei Hannes Wolf oder anderen Spielern, die nicht so zufrieden waren”, sagte Nagelsmann, „und im Sinne des Klubs und des Spielers eine Entscheidung treffen, was der richtige Weg ist.” Das klingt eher nach Abschied als nach einem weiteren Jahr auf der Bank für Forsberg.

Nagelsmann: „Wir haben für Hannes Wolf etwas investiert mit einer Idee dahinter”

Und auch bei Wolf stehen die Zeichen auf Abschied. Das Portal GladbachLive bestätigte einen Bericht der Bild-Zeitung, wonach es Wolf zu seinem Ex-Trainer Marco Rose und zu Borussia Mönchengladbach ziehe. Sportdirektor Max Eberl plane den Transfer, doch noch sei unklar, wie das für die Borussia finanziell zu stemmen ist.

„Natürlich ist er nicht zufrieden mit der Situation, und auch wir haben uns das bissel anders vorgestellt. Es lief alles nicht so glücklich”, räumte Nagelsmann ein. „Wir werden uns unterhalten, was seine und was unsere Vorstellungen sind. Dann muss es schon Sinn machen.” Der Trainer betonte, dass Wolf schließlich nicht „für einen Appel und ein Ei gekommen” sei, „sondern wir haben etwas investiert mit einer Idee dahinter. Wir werden im Sommer schauen, ob die Idee von beiden Seiten so noch umzusetzen ist und eine Entscheidung treffen.”

Wolf war für zwölf Millionen Euro aus Salzburg gekommen, war aber bis September nach einem Bruch des Sprunggelenks ausgefallen und ist in Leipzig bislang weder heimisch noch in Tritt gekommen. „Er hat immer wieder mal bisschen Probleme”, sagte Nagelsmann. Vor anderthalb Wochen bekam Wolf einen erneuten Schlag auf die Platte, die noch immer sein Gelenk stabilisiert. Weder diese, noch vergangene Woche habe Wolf trainieren können. „Grundsätzlich habe ich ihn gern dabei, weil er als Einwechselspieler für Furore sorgen kann”, so Nagelsmann. Doch von der Rolle, die Wolf in Salzburg spielte, ist er in Leipzig so weit entfernt wie nur möglich. (RBlive/ukr)