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von Ullrich Kroemer

„Brauchen nicht von Bayern zu sprechen”: Nagelsmann benennt Leipzigs Baustellen

„Zu wenig Anschluss in beide Richtungen“: Diego Demme kommt gegen Josuha Guilavogui zu spät.

„Zu wenig Anschluss in beide Richtungen“: Diego Demme kommt gegen Josuha Guilavogui zu spät.
Copyright: imago/regios24

Auf die Tabelle mochte Julian Nagelsmann lieber nicht schauen. Zwar ist RB Leipzig nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg nach wie vor im Pulk der Spitzenteams dabei. Doch angesichts der schwächelnden Konkurrenz könnten die Leipziger das Bundesliga-Klassement mit Abstand anführen, wenn sie in den Topartien gegen Schalke, Leverkusen und Wolfsburg nicht jedes Mal selbst unnötigerweise gestrauchelt wären. „Es ist ärgerlich, aber wir brauchen nicht von Bayern München zu sprechen”, sagte RB Leipzigs Trainer mit Blick auf das 2:2 des Rekordmeisters in Augsburg. „Wir haben genug eigene Baustellen, zu Bayern München ist es schon noch ein Stück Weg.”

Nach dem ärgerlichen Remis gegen Wolfsburg arbeitete der Chefcoach vor allem zwei Mankos heraus: Das „hektische” und „schlampige” Spiel im Angriffsdrittel in der ersten Hälfte. Und die Lethargie der Leipziger in den zweiten 45 Minuten, als die Wolfsburger die Gastgeber dirigiert von Sechser Josuha Guilavogui immer weiter in die eigene Hälfte drängten.

Nagelsmann: „Standen häufig im luftleeren Raum”

„Guilavogui hat jeden zweiten Ball bekommen. Wir haben ein klares Prinzip, wie man zweite Bälle verteidigt: erst verteidigen wir den Gegner, und dann schauen wir, wo der Ball herunterfällt – und nicht andersherum”, kritisierte der Coach. „Das haben wir nicht einmal gemacht in der Phase. Wir standen sehr häufig im luftleeren Raum, haben gehofft auf Umschaltmomente, aber die Spieler nicht verteidigt.”

Weil die Leipziger auf Kontersituationen lauerten, anstatt kompakt zu verteidigen und im richtigen Moment zuzuschlagen, wurde der Raum zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. „Wir sind immer tiefer gefallen, haben nicht mehr den Druck nach vorn gekrieg”, erklärte Nagelsmann. Zu oft musste sich die Abwehr mit hohen Bällen behelfen.

Das Gegentor durch Wout Weghorst (82.) sei „symptomatisch” gewesen, so der Trainer. „Wir klären den Ball, Yussuf Poulsen macht Druck auf dem Flügel, aber im Zentrum sind auch unsere frischen Spieler nicht auf Guilavogui nachgerückt, sodass der Zeit hat sich zu drehen und zu schauen und den 34. Diagonalball reinzuschlagen. In den Situationen waren wir zu passiv, es fehlte der Anschluss in beide Richtungen.”

Falsche Wechseltaktik von RB Leipzig?

Generell tat sich RB wie in den letzten Spielen auch im Kreativspiel nach vorn schwer. Kevin Kampl deutete nach seiner Einwechslung zum Ende des Spiels an, dass er dem Team in der Champions League am Mittwoch wieder spielerisch lenken kann, konnte aber auch keine Wende mehr herbeiführen.

In den vergangenen drei Partien hatte Rasenballsport zumindest jeweils große Gelegenheiten, die Timo Werner & Co. nicht nutzten. „Heute hatten wir nicht die klaren Chancen, haben aber unglaublich große Räume vergeben. Wir verlieren einfach zu viele Bälle ohne Druck des Gegners”, analysierte Nagelsmann. Auch die Spielverlagerung, die der Fußballlehrer häufig im Training üben lässt, sei wegen schlechter Positionierung unter anderem von Christopher Nkunku und Marcelo Saracchi nicht gut gewesen. „Wenn du so stehst, wie wir standen”, so Nagelsmann, könne das Team Überzahlsituationen nicht nutzen.

Nicht zur Sprache kam, weshalb Nagelsmann in den letzten 20 Minuten die Abwehr nicht verstärkte. Der Trainer hatte erkannt, dass Wolfsburg vor allem mit Diagonalbällen auf die Seite des kleinen Uruguayers Saracchi agierte, wo die Gäste sich mit dem starken Vorbereiter William mehr Wirkung versprachen als auf der rechten Abwehrseite, wo Lukas Klostermann verteidigte. Nagelsmann hätte auf Dreier- beziehungsweise Fünferkette umstellen können oder Lukas Klostermann nach links beordern und Nordi Mukiele rechts bringen. Doch die Idee des Coachs war, mit Emil Forsberg und Kevin Kampl mehr Kontrolle und Ballsicherheit ins Spiel zu bringen, um Bälle festzumachen und Konter zu Ende zu bringen. Mukiele kommentierte seine Nichtberücksichtigung vielsagend mit einem Tweet, in dem er eine Joker-Spielkarte und eine Sanduhr postete. (RBlive)

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