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von Ullrich Kroemer ,  Martin Henkel

Eine Handvoll Chancen, aber nur remis: Leipzig trennt sich von Bayer 1:1

Rettet RB einen Punkt: Christopher Nkunku.

Rettet RB einen Punkt: Christopher Nkunku.
Copyright: Imago/Uwe Kraft

RB Leipzig hat den Trend gestoppt und hat nach zwei Niederlagen in Folge das dritte Spiel nicht verloren. Immerhin. Doch aufgrund der Chancen beim 1:1 (0:0) bei Bayer Leverkusen haben die Sachsen zwei Punkte liegengelassen. Am Ende rettet der eingewechselte Christopher Nkunku einen Punkt (78.), nachdem Kevin Volland Bayer in Führung gebracht hatte (66.). Leipzig rutscht damit auf Rang drei ab, hinter und vor den jeweils punktgleichen Freiburgern und Leverkusenern.

Im alten RB-Modus

Leverkusens Coach hatte vor der Partie prophezeit: „Das wird ein Riesen Spiel“. Und auch wenn die Dimension sich in der BayArena vor knapp 26.000 Zuschauern nicht einstellte, groß war es allemal. Und zwar bis zur Pause von RB.

Immerhin waren die Sachsen mit schwerem Gepäck angereist, zwei Niederlagen am Stück gegen Schalke in der Liga (1:3) und 0:2 gegen Olympique Lyon in der Champions League. Trainer Julian Nagelsmann reagierte, und weil Bayer ohnenhin mehr auf Ballbesitz setzt, bot es sich regelrecht an, das Team des Vorjahresdritten in den alten Modus zu schalten: Viererekette, die anderen machen lassen, Bälle klauen und kontern.

RB kam so in den ersten 45 Minuten nur auf 38 Prozent Ballbesitz – aber zu einer ganzen Handvoll hochkarätiger Chancen, die den Trend der vergangenen zwei Partien allerdings bestätigten. Die Chancenverwertung ist momentan ein kapitales Problem. Timo Werner in seinem 100. Spiel für RB war zwei Mal auf und davon, traf aber beide Mal das Tor nicht. Beim ersten Mal nach sieben Minuten sprintete er leicht versetzt über Rechts auf Bayer-Keeper Lukas Hradecky zu, der Finne parierte den Schuss. 19 Minuten später war er wieder durch, dieses Mal schob er den Ball am langen Pfosten vorbei.

Lupfer an die Latte

Die Chancenverwertung hatte etwas von Wucher, denn Matheus Cunha, für Yussuf Poulsen von Beginn an auf dem Platz wie auch Diego Demme neben Konrad Laimer auf der Sechs zentral vor der Abwehr und Emil Forsberg anstelle von Amadou Haidara im Vergleich zur Partie vorigen Mittwoch gegen Lyon, hatte in der 8. Minute ebenfalls das 1:0 auf dem Fuß, wieder hielt Hradecky. In der 29. Minute lag der Ball dem Brasilianer erneut aussichtsreich vor dem Fuß, wieder traf er nicht. Sein Lupfer aus gut 20 Metern klatschte gegen die Latte.

So ging das bis zur Pause weiter. 33. Minute: Forsberg spielte einen Grasnarben-Konter-Pass auf Marcel Sabitzer, der Österreicher setzte den Ball an das Außennetz. 38. Minute: Lukas Klostermann passte auf den heranstürzenden Cunha, dessen Schuss parierte Hradecky erneut. Und Bayer? Hatte viel Ballbesitz, aber wenige Chancen. Und die zwei, drei, die sich ergaben, brachten die Leverkusener ebenfalls an RB-Schlussmann Peter Gulacsi nicht vorbei. In der 4. Minute parierte der Ungar einen Schuss von Nadiem Amiri, der Leipzigs Viererkette entwischt war. In der 12. Minute klaute Demme dem einschussbereiten Kevin Volland am Elfmeterpunkt in höchster Not den Ball von der Fußspitze. Und Bender köpfte über die Querlette (21.).

So ging es in die Pause mit einem 0:0, das Bayer mehr als schmeichelte. Wem würde als erstes die Luft wegbleiben, war die zentrale Frage, die nach dem Kabinengang mit auf den Platz lief. Bayer hatte Dienstag gegen Juventus gespielt, RB einen Tag später gegen Olympique. Nagelsmann reagierte als Erster darauf und wechselte Christopher Nkunku in der 59. Minute überraschend für Werner. Vier Minuten später feierte Patrik Schick sein Debüt im Trikot der Sachsen. Der tschechische Leihspieler von der AS Rom ersetzte Sabitzer. Drei Minuten darauf stand es 0:1.

Alte Wahrheit

Charles Aranguiz hatte sich auf Links durchgestohlen, lief Marcel Halstenberg davon und passte ins Zentrum auf Volland, der unbedrängt aus einem Meter ins Tor schoss. Wie es eben so kommt, oft und immer im Fußball: Wer seine Chancen nicht verwertet, wird über kurz oder lang dafür bestraft (66.).

Nagelsmann reagierte umgehend mit dem dritten Wechsel, indem er Poulsen für Cunha aufs Feld stellte, was einen Lange-Kerls-Sturm mit dem ebenfalls hochaufgeschossenen Schick ergab. Was zu diesem Zeitpunkt wenig Hoffnung machte: Erst in der 71. Minute, als knapp eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff hatte RB seine nächste Gelegenheit auf einen Treffer. Halstenberg schoss aus der zweiten Reihe aber weit übers Tor.

Doch RB wurde dieses Mal für den betriebenen Aufwand belohnt, trotz alter Fußballweisheit. Nkunku bekam in der 78. Minute den Ball von Halstenberg in den Strafraum gespielt, der Franzose tanzte sich durch Bayers Abwehrreihe, legte sich selbst den Ball zweimal in der Luft vor – und lupfte den Ball schließlich ins Netz.

Etwas über eine Minute inklusive fünfminütiger Nachspielzeit durch ein Foul von Nkunku an Charles Aranguiz, das den Chilenen verletzt die verbliebenen Minuten kostete, blieben beiden Teams, das Spiel auf ihre Seite zu drehen. Bayer war näher dran am Sieg, als Volland den Ball in der 93. Minute zugespielt bekam, Orban stocherte den Ball gerade noch rechtzeitig ins Toraus. Damit aber hatte es sich auch in diesem Spiel, das nah an der Riesen-Partie dran war, wie Bosz prophezeit hatte. (RBlive/mhe)

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