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Emil Forsberg: Bei Schweden geht es mehr ums Team als bei RB Leipzig

Emil Forsberg sieht sich selbst in der Nationalelf als Spieler, auf den er besonders aufpassen würde.

Emil Forsberg sieht sich selbst in der Nationalelf als Spieler, auf den er besonders aufpassen würde.

Am Samstag treffen Emil Forsberg und Timo Werner im direkten Duell ihrer Nationalmannschaften aufeinander. Für die Deutschen geht es in der Partie bereits um den Verbleib in der Weltmeisterschaft. Schweden kann einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen. Es wäre ein historischer Sieg.

Günstiger Moment für schwedischen Sieg gegen Deutschland

Wissen Sie, wann eine schwedische Fußball-Nationalmannschaft zuletzt ein Pflichtspiel gegen Deutschland gewonnen hat?

Emil Forsberg: Nein, ich habe keine Ahnung. Wissen Sie das?

Am 24. Juni 1958 im Halbfinale der WM in Schweden, da gab es ein 3:1. Das sind fast auf den Tag genau 60 Jahre her, wenn es in Sotschi gegen Deutschland geht am Samstag, dem 23. Juni.

Wir haben Italien geschlagen, die haben die WM 60 Jahre lang nicht verpasst. Also warum nicht jetzt vielleicht auch Deutschland schlagen, zum ersten Mal in 60 Jahren?

Inwiefern ist der Zeitpunkt günstig? Deutschland hat den Auftakt verloren und ist offensichtlich nicht auf Top-Niveau.

Der Moment ist gut jetzt, sie haben gerade verloren. Aber sie werden gegen uns mit einer anderen Mentalität spielen. Wir werden gegen uns ein anderes Deutschland sehen, da bin ich mir sicher. Wir müssen alles fünf oder zehn Mal besser machen als gegen Südkorea, um zu gewinnen. Wir spielen gegen den Weltmeister. So einfach ist es nicht. Wir müssen vorbereitet sein: Die kommen mit voller Power.

Schweden als kompaktes Team, das wenig Chancen zulässt

Beim letzten Aufeinandertreffen in der EM-Qualifikation gab es ein 5:3, im Hinspiel das 4:4 in Berlin mit ebenfalls acht Toren. Würden Sie Geld setzen, dass es in Russland wieder viele Tore gibt?

Nein, da würde ich kein Geld drauf setzen. Wir lassen nicht mehr viele Chancen zu. Ich hoffe, wir können lange ein 0:0 halten und dann ein Tor schießen. Das wäre mein Wunsch. Das wird schwer, aber nichts ist unmöglich.

Seit dem letzten Duell sind nun fast fünf Jahre vergangen. Wie hat sich der schwedische Fußball seither verändert?

Das ist schwierig. Damals war ich noch gar nicht dabei. Inzwischen haben viele Spieler aufgehört, und wir haben etwas Neues begonnen, mit einem anderen Ansatz. Wir sind ein kompaktes Team, wir greifen nicht so oft an. Wir wollen Torchancen gegen uns vermeiden.

Wie unterscheidet sich eine Mannschaft mit Zlatan Ibrahimovic von einer Mannschaft ohne Ibrahimovic?

Wenn du einen Spieler wie ihn verlierst, dann müssen andere mehr Verantwortung übernehmen. Das ist passiert. Das ist der größte Unterschied.

Was ist die Stärke der schwedischen Mannschaft?

Wir sind ein absolutes Mentalitätsteam. Wir glauben, dass wir jeden schlagen können, wenn es gut läuft für uns. Wir müssen defensiv kompakt stehen – vorne bekommen wir unsere Chancen.

Bei Schweden geht es für Emil Forsberg mehr um die Mannschaft als bei RB Leipzig

Für Sie als Spieler, wo sind die größten Unterschiede im Vergleich zu einem Spiel mit Leipzig und einem mit Schweden?

In Schweden geht es etwas mehr ums Team. In Leipzig hast du mehr individuelle Qualität, da können viele alleine für den Unterschied sorgen. Ansonsten gibt es natürlich einige andere Unterschiede zwischen einer National- und der Clubmannschaft.

Sie sind in beiden Teams ein Schlüsselspieler. Wie macht sich das bemerkbar?

Es ist etwas mehr Druck, aber ich mag das. Man muss den Druck mögen, ich bin gerne ein Schlüsselspieler. Ich genieße das gewissermaßen auch.

Auf wen in der schwedischen Mannschaft würden sie an Jogi Löws Stelle besonders Acht geben?

Das wäre natürlich ich (lacht).

Emil Forsberg mit Stärken vor dem gegnerischen Tor

Warum?

Ich denke, er hat mich in der Bundesliga spielen sehen und weiß, was meine Stärken sind. Aber wir wollen das als Team schaffen, und das wird er im Vorfeld natürlich sagen, dass man auf uns alle achten muss. Dass wir eine Mannschaft sind, die hart füreinander arbeitet und gut genug ist, um gegen jeden Gegner Tore zu schießen.

Wenn Löw das ohnehin schon weiß: Was können Sie denn?

Ich kann Tore schießen. Ich kann Vorlagen geben.

Welche Erwartungshaltung haben die schwedischen Fans?

Wir sollen ins Achtelfinale, mit dem Druck müssen wir umgehen. Ein Aus in der Gruppenphase wäre eine Enttäuschung für jeden. Wir haben die Qualität, um weiterzukommen.

Vor der WM war Deutschland ihr Titel-Favorit, Sie nannten das Team eine Gewinn-Maschine. Wie ist ihre Meinung jetzt?

Deutschland ist noch immer die Gewinn-Maschine. Egal, ob der Einsatz gegen Mexiko nicht so gut war. Sie kommen mit Hunger und wollen uns schlagen. Sie werden uns und der Welt zeigen wollen, dass sie immer noch Deutschland sind.

(Interview: DPA)