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Gelb-Debüt für Nagelsmann: „Ich habe mich wie ein Verrückter aufgeführt“

Kein normales Gespräch möglich: Gräfe zeigt Nagelsmann Gelb.

Kein normales Gespräch möglich: Gräfe zeigt Nagelsmann Gelb.
Copyright: Imago/Jan Huebner

Julian Nagelsmann hat seine erste Gelbe Karte als Trainer bekommen. Beim 1:3 gegen Schalke am Samstagnachmittag in Leipzig verwarnte den Coach von RB Leipzig Schiedsrichter Manuel Gräfe in der ersten Minute der Nachspielzeit, nachdem sich Nagelsmann zuvor heftig über eine Entscheidung des Unparteiischen echauffiert hat. Zu heftig.

Schwierig, ruhig zu bleiben

Gräfe beschrieb die Szene später so, dass er den erbosten Leipziger Cheftrainer nach einem Abseitspfiff gegen Timo Werner, dem ein wegen angeblichen Vorteils nicht geahndetes Foul an Emil Forsberg vorausgegangen war, in der Coaching-Zone gefragt hätte, ob ein normales Gespräch möglich sei. Der 32-Jährige habe dies verneint.

War vermutlich aber auch schwierig, ruhig zu bleiben, denn in den letzten Minuten der Partie gelangte RB noch ein paar Mal in Situationen, in denen beim Stand von 1:3 der zweite Treffer für die Sachsen hätte fallen können. So in der 91. Minute, als Forsberg in Strafraumnähe sprintete, dort aber getackelt wurde und daraufhin im Stolpern einen Ball auf Werner spielte, der danach bei seinem Schuss ans Außennetz im Abseits stand.

Nagelsmann begründete seinen Protest später damit, dass Forsberg im richtigen Moment abgespielt hätte, wenn er nicht zuvor „20 Zentimeter vor dem Strafraum gefoult worden wäre“. Deshalb hätte Gräfe nach Abschluss der Szene den Vorteil zurücknehmen und Strafstoß für RB pfeifen sollen, anstatt Werners Abseitsposition mit einen Freistoß für Schalke zu ahnden.

Gespräch mit Gräfe am Mittelkreis

Nichtsdestotrotz: Nagelsmann sah sich zu Recht bestraft. „Die Gelbe Karte kam zustande, weil ich mich aufgeführt habe wie ein Verrückter“, sagte er, nicht aber, ohne dem vierten Offiziellen eine Teilschuld anzuhängen. „Der hat die Gelbe immer wieder gefordert, irgendwann hat er es geschafft, das ich sie bekommen habe. Mir wäre es lieber, dass er hin und wieder aufs Spielfeld schaut.“

Nach Ende der Partie, der ersten Niederlage für RB in dieser Saison, habe er dann am Mittelkreis mit Gräfe gesprochen. „Ich habe ihm erklärt, dass ich ihn ein Stück weit auch verstehen kann, aber aus fußballerischer Sicht war das für mich eine Fehlentscheidung. Aber so ist halt Fußball. Dafür kann er nichts, so sind die Regeln. Es sind unfassbar viele, die muss er alle auswendig können. Deshalb hat er richtig gehandelt, ich nicht. Deshalb bekommt er nix und ich Gelb.“

Gelbe Karten für Trainer sind eine neue Regel, die ab dieser Saison gilt. Vor Nagelsmann sind u.a. Paderborns Trainer Steffen Baumgart oder Bremens Florian Kohfeldt verwarnt worden. Für den Leipziger Coach ist es die erste Verwarnung dieser Art, nach vier Gelben Karten muss er für ein Spiel auf die Tribüne – so wie Sandro Schwarz. Der Mainzer Coach sorgte beim 0:1 gegen Wolfsburg am Samstag für die Premiere eines Trainer-Feldverweises. Er bekam in der Nachspielzeit Gelb-Rot gezeigt.

Die Einführung der Regel hatte bei manchen Trainern vor der Saison für Unmut gesorgt. Auch bei Nagelsmann, der sagte: „Das ist ja ein Wahnsinn, dann ist es amtlich, dass ich nur 15 Spiele an der Seite stehe und den Rest schaue ich von oben zu. Ich glaube nicht, dass das des Rätsels Lösung ist, weil man schon, meine Kollegen haben es auch gesagt, beschnitten wird in seiner Art und Weise.“

Noch drastischer formulierte der dienstältese Bundesliga-Trainer, Friedhelm Funkel, seinen Unmut. Der Düsseldorfer Coach hält die Regel für  „den größten Schwachsinn aller Zeiten“. (RBlive/mhe)

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