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Hasenhüttl kontert Rangnick: „Europa ist Pflicht!“

Im Gespräch: Hasenhüttl und Rangnick (r.).

Im Gespräch: Hasenhüttl und Rangnick (r.).

Ralph Hasenhüttl hat in einem Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung die Ziele für kommende Saison umrissen. Und damit indirekt seinem Sportdirektor widersprochen. Ralf Rangnick hatte vor wenigen Tagen gemeint, dass in Anbetracht der künftigen Belastung durch Champions League, Pokal und Bundesliga am Ende der Spielzeit ein Rang zwischen acht und zehn kein Drama wäre. Hasenhüttl meinte hingegen: „Wenn wir es nicht nach Europa schaffen, wird es Spieler geben, die das nicht so gut finden.“

Europa als Pflicht für RB Leipzig

Hasenhüttl deutete damit an, was ohnehin gerade augenfällig ist: Die sensationelle Saison des Aufsteigers mit Vizemeisterschaft und Champions-League-Qualifikation hat Begehrlichkeiten geweckt. Sowohl bei anderen Mannschaften, als auch bei manchem Spieler.

Künftig konstant europäisch zu spielen, wird deshalb in den Augen des Trainers Grundlage dafür sein, Schlüsselspieler halten zu können. Er sagte: „Es ist unsere Pflicht, uns auch im nächsten Jahr für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.“

Ralf Rangnick glaubt an Viertelfinale in der Champions League

Sportdirektor Ralf Rangnick hatte dies in der Form ausgeschlossen. Er hatte bei seinem Saisonfazit auf die Entwicklung des englischen Vorjahresmeisters, Leicester City, hingewiesen. Mit der originellen Betrachtung, dass Leipzig und Leicester die ersten drei Buchstaben verwandtschaftlich miteinander teilen.

Rangnick hatte daraus die Hoffnung abgeleitet, dass der Apfel deshalb nicht weit vom Stamm fallen werde. Leicester war in der Champions League bis unter die letzten acht vorgestoßen, hatte aber in der Liga lange Zeit mit dem Abstieg zu kämpfen. Am Ende wurden sie Zwölfte.