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Hasenhüttl nach dem 3:2 gegen Porto: „Ein historischer Sieg!“

Perfekt: Hasenhüttl feiert das 3:2 gegen Porto.

Perfekt: Hasenhüttl feiert das 3:2 gegen Porto.

3:2 gewonnen, knapp, aber egal. Normalerweise sieht man Ralph Hasenhüttl nach solchen Spielen an, wie sehr er mitleidet an der Seitenlinie. Dieses Mal aber kam der Trainer von RB Leipzig ganz aufgeräumt zum Mediengespräch nach dem Sieg gegen den FC Porto Dienstagabend in der Champions League. Wirkte entspannt u, die Gesichtszüge waren glatt, die Augen tränten nicht. Und war enorm glücklich, „dass wir ein so gutes Spiel gemacht haben“.

Marcano staubt ab

„Es war ein verdienter Sieg, ein historischer Sieg für den Verein und die, die im Stadion waren, haben entgegen meiner Prognose ein sehr unterhaltsames Spiel gesehen. Es war ein schöner Abend für uns“, sagte der Trainer nach dem zwar knappen Sieg. Aber RB war in fantastischer Verfassung gegen die Portugiesen, hatte Torchancen en masse, und hätte weit höher gewinnen können. Hasenhüttl grämte es, aber es war nicht dramatisch. „Wenn man ein Haar in der Suppe suchen will“, so der Österreicher, „dann dass wir zu wenige Tore geschossen haben und uns mit zwei vermeidbaren Gegentreffern das Leben schwergemacht haben.“

Leipzig war früh durch einen Treffer von Willi Orban in Führung gegangen (8.), hatte zehn Minuten später aber durch Vincent Aboubakar den Ausgleich kassiert. Emil Forsberg und Jean-Kévin Augustin brachten die Sachsen wieder in Führung (39., 41.). Jetzt schien es für den Sieg zu reichen, wieder aber kam Porto zu einem Treffer. Ivan Marcano staubte eine Minute vor der Pause einen Eckball zum 3:2 ab.

Doch Hasenhüttl ließ es bei der Erwähnung der für ihn einzigen Unzulänglichkeiten im Spiel seiner Mannschaft. Bringt in der Öffentlichkeit ohnenhin nicht viel. Außerdem gilt bei RB die Devise: think positive!

Guter Tiefgang

Also herausstreichen, was ihm gut gefallen hat. Naby Keita und Kevin Kampl gemeinsam auf der Sechs vor der Abwehr zum Beispiel. „Im Moment sind wir mit Keita und Kampl auf der Sechs bärenstark. Das ist ein Augenschmaus, was die beiden spielen. Sie haben es toll gemacht.“ Oder die Offensive im Allgemeinen. „Wir hatten guten Tiefgang, haben die Räume perfekt genutzt, und mit Bruma rechts und Emil links den Gegner vielleicht auch überrascht.“

Dass RB nach dem 1:1 gegen Monaco und dem 0:2 bei Besiktas Istanbul unter Druck stand, zu gewinnen, wollte Hasenhüttl nicht verhehlen. „Uns war schon klar, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Sonst wird es verdammt schwer.“ Zudem nahm er seine Mannschaft in die Pflicht, endlich zu zeigen, zu was sie fähig ist. „Das erste Spiel in der Champions League“, so der 50-Jährige, „war etwas besonderes, im ersten Auswärtsspiel waren wir zu Anfang etwas überfordert, weil alles neu war, vor allem die Kulisse. Aber im dritten Spiel gab es keine Ausreden mehr. Ich wollte, dass wir spielen, was wir auch können.“

Hat geklappt, Leipzig ist nach den Siegen gegen Köln und Dortmund im Flow. Und weil Besiktas gegen Monaco 2:1 gewonnen hat mit vier Punkten Gruppen-Zweiter. Jetzt müssen die Sachsen bloß noch „die Leichtsinnsfehler im Defensivverhalten in den Griff bekommen“. Dann, so Hasenhüttl, „haben wir eine schöne Zukunft vor uns.“ Auch das hat er in dieser Form noch nicht so aufgeräumt ausgesprochen. (mz)