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Cunha über seine Zeit in Leipzig "Ich bin jetzt reifer!"

Ist einer der Kabinen-Leader bei Hertha BSC: Matheus Cunha

Ist einer der Kabinen-Leader bei Hertha BSC: Matheus Cunha

RB Leipzigs frühere Stürmer Matheus Cunha befindet sich aktuell in einer blumigen Gemütsverfassung. Was nicht unbedingt am Ligastart seines neuen Vereins Hertha BSC liegt - Sieg gegen Werder, Niederlage gegen Frankfurt -, sondern vor allem an seinem Landsmann Tite. Der ist Nationaltrainer Brasiliens und hat den Ex-RB-Profi erstmals in die Seleçao berufen.

Neymar ist ein Idol für mich

"Ich freue mich über die Nominierung zur Nationalmannschaft. Ein Traum, der wahr geworden ist", sagte der 21 Jahre alte Brasilianer bei einer Medienrunde am Dienstag und verriet, dass er sich sofort bei seinen neuen Kollegen vorgestellt hat. ""Es gibt eine Whatsapp-Gruppe. Ich habe reingeschrieben, dass ich mich freue, jetzt dabei zu sein. Und Neymar hat direkt geantwortet: 'Willkommen!' Er ist ein Idol für mich."

Der Anruf aus der Heimat vergangene Woche hat den Stürmer mit der Nummer zehn emotional umgehauen. "Ich war im Hotel nach dem Essen und wollte mich ausruhen, als der Anruf kam. Als mir gesagt wurde, dass ich nominiert worden bin, habe ich vor Freude geweint. Danach habe ich meiner Familie Bescheid gesagt. Da haben wir gemeinsam geweint", sagte Cunha über die emotionalen Momente im Hinblick auf eine mögliches Debüt im Team von Kapitän Neymar. Noch im Januar half er bei der U23 im Olympischen Qualifikationsturnier mit fünf Treffern mit, ein Ticket für Tokio 2021 zu sichern. Er wurde Torschützenkönig des Mini-Turniers.

Doch Nominierung hatte auch ihre Schattenseiten, die im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt deutlich wurden. "Ich wollte wahrscheinlich zu viel zeigen. Zuviel Motivation ist nicht gut", sagte Cunha. 

Cunha: Emotionen "strukturieren"

Auch Hertha-Trainer Bruno Labbadia sieht die Emotionen des Wintereinkaufs vom RB Leipzig. Er weiß aber auch, dass Geduld nötig ist. "Matheus ist ein Spieler, der über außergewöhnliche individuelle Qualität verfügt, die ist gepaart mit seiner Dynamik und Kraft. Er ist ein junger Spieler, der mentale Stärke noch erlernen muss", sagt Labbadia und verweist auf die Achterbahn der Gefühle, die Cunha in den Griff bekommen muss. "Jetzt gilt es, das strukturierter hinzubekommen, aber gleichzeitig seine individuelle Qualität plus das, was er aus dem Bauch heraus macht, beizubehalten."

Cunha kam 2017 vom FC Sion zu RB Leipzig, konnte sich gegen Timo Werner, Yussuf Poulsen und Patrik Schick aber nicht durchsetzen. Er wechselte deshalb vorigen Winter in die Haupstadt. Dort habe er sofort "mehr Verantwortung übernommen als in Leipzig. Das macht etwas mit einem. Ich bin reifer geworden auf dem Platz." (RBlive/dpa/hen)