Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von RBLive steht zur Verfügung:  ↻ Aktualisieren

"Stiebitzte Getränke aus der Kabine" Kluivert über Kindheit als Sohn eines Barca-Stars

Justin Kluivert erinnert sich im Interview an die Kindheit als Sohn eines Weltstars.

Justin Kluivert erinnert sich im Interview an die Kindheit als Sohn eines Weltstars.

Justin Kluivert kam aufgrund von Verletzungen bei RB Leipzig noch nicht so zum Zug, wie es sich auch Julian Nagelsmann gewünscht hätte. Im Interview bei Goal/Spox spricht der 21-Jährige über Anekdoten aus der Kindheit als Sohn eines Weltstars, einen Schockmoment bei Ajax und seinen Weg unter Julian Nagelsmann.

Interesse an Tennis war anfangs größer

So verrät er, dass in der Jugend zunächst sein Interesse am Tennis größer war, als am Fußball. Das änderte sich irgendwann von alleine, heute beherrsche er "nur noch einfache Grundschläge". Denn mit dem Ball am Fuß war er früh talentiert. Ein Cousin habe ihn mal gefragt: "'Weißt Du eigentlich, wie gut Du schon als Kind warst?' Ich sagte ihm, dass ich nicht mehr allzu viel von damals wisse. Dann hat er mir die Kassetten vorgespielt und es war lustig zu sehen, was ich als ganz kleiner Junge bereits mit dem Ball anfangen konnte." Das geht in seiner Familie vielen so. Auch Bruder Quincy spielte bei Ajax, der 13-jährige Shane ist eine Nachwuchshoffnung des FC Barcelona, wo Papa Kluivert vor Jahren stürmte.

Kluivert klaute Getränke aus der Barca-Kabine

Dass sein Vater damals ein Weltstar war, hat beim sportlichen Umdenken bei Justin Kluivert vom Tennis zum Fußball wohl auch eine Rolle gespielt. Bewusst wurde ihm das nach und nach. "Erst als ich sechs oder sieben Jahre alt war, habe ich realisiert, dass er ein sehr berühmter Fußballer sein muss." Dabei erinnert sich Kluivert junior daran, dass die Kinder der Barca-Spieler bei Heimspielen nach Abpfiff immer mit in die Kabine durften. "Sie hatten eine Art Bar in der Kabine mit vielen verschiedenen Getränken. Angeblich habe ich die Getränke immer stibitzt, das wurde mir zumindest so erzählt." Mit sieben Jahren habe er davon geträumt, einmal bei den Profis von Ajax zu spielen. Zehn Jahre später kam es tatsächlich so, bevor er über AS Rom den Weg nach Leipzig fand. "Die Prozentzahl der Jugendspieler, die es bis zu den Profis bei Ajax schaffen, ist wirklich gering. Einer dieser wenigen Spieler zu sein, hat sich unglaublich angefühlt", so Kluivert.

Der nächste Schritt, fort aus der Heimat und ins Ausland, war für ihn eine lehrreiche Zeit. In Rom musste er auch das eine oder andere Tal durchschreiten. "Das kannte ich bis dahin überhaupt nicht." Aber es schaue sich auch niemand gerne einen Film an, in dem alles die ganze Zeit nur perfekt läuft.

Schock-Erlebnis durch Herzstillstand eines Teamkollegen

Der schreckliche Zusammenbruch seines früheren Ajax-Teamkollegen Abdelhak Nouri hat Justin Kluivert nachhaltig geprägt. "Das war der schlimmste Moment meines Lebens. Ich stand einfach nur unter Schock, konnte es gar nicht glauben", sagte 21 Jahre alte Profi.

"In der einen Sekunde stehst Du noch mit ihm auf dem Platz und machst Späße und in der nächsten Sekunde ist alles anders. Es ging so unglaublich schnell." Nouri hatte 2017 im Testspiel von Ajax Amsterdam gegen Werder Bremen einen Herzstillstand erlitten und bleibende Hirnschäden davongetragen. Er habe lange gebraucht, um dieses Erlebnis zu verarbeiten, sagte Kluivert: "Ich habe viel nachgedacht, mich immer wieder an die vielen schönen, gemeinsamen Momente mit ihm erinnert."

(RBlive/msc/dpa)