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Kommentar: Gespaltener Kader – Nur auf das A-Team ist Verlass

Nur zum Teil ein verschworener Haufen: RB Leipzigs Leistungsträger unter sich

Nur zum Teil ein verschworener Haufen: RB Leipzigs Leistungsträger unter sich

Bei RB Leipzig hat sich zum Ende dieser Hinrunde herauskristallisiert, dass vor allem auf jene Spieler Verlass ist, die am längsten im Verein sind. Der Kader ist gespalten. Von Ullrich Kroemer.

Ralf Rangnick hat beim 4:1 gegen Mainz mit acht neuen Spielern in der Startelf wohl zum letzten Mal in dieser Saison die große Rotation praktiziert. Denn ohne Europa League ist diese Politik überfällig, die alle Spieler nicht nur bei Laune halten sondern auch den Kader hinsichtlich des Niveaus und der Gemeinschaft einen sollte.

Das hat nicht funktioniert. Vielmehr zeigte die A-Elf gegen Mainz einmal mehr, was sie von der Euro-League-Besatzung unterscheidet. Die Art und Weise, wie dominant die Spieler das lange enge Spiel in der Schlussviertelstunde auf ihre Seite zogen, war beeindruckend. Chefcoach Ralf Rangnick umschrieb das nach dem Sieg mit „Mentalität, Einstellung und Gemeinschaft”. Der Trainer betonte: „Wir waren heute geschlossen und entschlossen.”

Neben spielerischer Klasse und Erfahrung fehlten diese Attribute häufig, wenn Jean-Kévin Augustin, Nordi Mukiele oder Bruma – mit Abstrichen auch Matheus Cunha – statt Yussuf Poulsen, Diego Demme oder Marcel Sabitzer in der Startelf standen. Das ist nicht nur gefühlt so, sondern lässt sich auch mit dem Punkteschnitt der einzelnen Akteure belegen.

Team muss homogener werden

So weiß Rangnick nach der Hinserie zwar, auf wen er sich verlassen kann und auf wen weniger. Doch es ist auch so deutlich wie selten, dass der Kader zweigeteilt ist. Erfahrene Stammspieler mit Führungsanspruch und der richtigen Einstellung auf der einen Seite, die willige Akteure wie Konrad Laimer und Ibrahima Konaté mit ihrer Leistungs- und Leidensbereitschaft mitziehen. Und auf der anderen Seite weniger gut integrierte Spieler, die ihr Potenzial nicht abrufen, nicht professionell genug leben und weder innerhalb der Mannschaft, noch im Klub, noch in der Fanszene Renommee haben.

Dabei braucht RB Leipzig mit dem kleinen Kader eigentlich (fast) alle Spieler in Topform, um die Champions League im kommenden Jahr zu erreichen. Daher muss es nun der Anspruch aller Beteiligter sein, die Mannschaft homogener zu machen, als das in der Hinrunde gelungen ist. Dabei müssen sich nicht nur beide Gruppen im Team, sondern auch Trainerteam und Klubführung hinterfragen, weshalb das Niveau innerhalb des Kaders so auseinanderdriften konnte. Ob es etwa förderlich war, Augustin und Mukiele nach dem Hinspiel gegen Salzburg öffentlich an den Pranger zu stellen, darf angesichts der aktuellen Form und Verunsicherung des Duos diskutiert werden.

Falls sich am aktuellen Status bis Saisonende nichts ändert, sollte sich Rasenballsport trotz allen Potenzials von Akteuren wie Augustin und Bruma trennen. Eine dritte Saison des Hoffens auf den Durchbruch täte wohl weder Spielern noch dem Verein gut.