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Lazaro wundert sich über Laimers Tor-Debüt – Konaté neuer Zehner?

Über ein Tor von Ibrahima Konate kann sich Timo Werner auch dann freuen, wenn er selbst torlos bleibt.

Über ein Tor von Ibrahima Konate kann sich Timo Werner auch dann freuen, wenn er selbst torlos bleibt.

Das 4:0 in Düsseldorf hielt für RB Leipzig gleich eine doppelte Premiere bereit. Sowohl Konrad Laimer als auch Ibrahima Konaté trafen erstmals in der Bundesliga. In der Europa League hatten beide in dieser Saison schon ein Tor erzielt.

Valentino Lazaro witzelt über Konrad-Laimer-Tor

Dass der Laimer-Treffer nicht von jedem erwartet wurde, bewies dessen Salzburger Ex-Kollege Valentino Lazaro. „wie hastn des angstellt? haha“, witzelte der Hertha-Akteur bei Instagram. Dazu hatte der RB-Torschütze direkt nach dem Spiel bereits die passende Erklärung geliefert. „Ich halte irgendwie meinen Fuß hin und der Ball kullert rein“, so der treffende Kommentar des Österreichers zum Treffer zum 4:0. Sabitzer hatte zuvor aus der Distanz abgezogen, Laimer den Abpraller im Tor versenkt, obwohl er ihn nicht richtig getroffen hatte.

„A goal is a goal“ („Ein Tor ist ein Tor“), sah es Tyler Adams bei Instagram pragmatisch und war damit auf einer Wellenlänge mit seinem Teamkollegen. „Ich bin froh, endlich mein erstes Tor geschossen zu haben. Später fragt niemand mehr, wie es dazu kam. Im Fußball geht es um Tore. Je mehr du hast, umso besser ist es. Ich habe lange gewartet, umso erfreuter bin ich“, so ein zufriedener Konrad Laimer.

Es war Laimers insgesamt 37. Einsatz in der Bundesliga für RB Leipzig, allerdings erst sein 22. in der Startelf. Zuletzt kam der 21-Jährige häufiger auf der Zehner-Position zum Einsatz, was ihn automatisch näher an das gegnerische Tor bringt. Seine Stärken liegen vor allem in der Balleroberung. Nur 0,77 Torschüsse in der Bundesliga pro 90 Minuten liegen deutlich hinter Spielern wie Kevin Kampl (1,61) oder Marcel Sabitzer (2,72). Immerhin traf Laimer mit seinem erst siebten Torabschluss der Saison.

Ibrahima Konaté als Offensivwaffe von RB Leipzig

Bei Ibrahima Konaté war es sogar erst der sechste Torschuss der Saison, der zu seinem ersten Treffer in der Bundesliga führte. Es war sein 31. Bundesligaspiel für RB Leipzig insgesamt. In 28 davon stand er in der Startelf. Als Innenverteidiger ist Konaté eigentlich nicht derjenige, der per se für viele Torabschlüsse steht. Gewöhnlicherweise sind Defensivspieler vor allem bei Standards im gegnerischen Strafraum zu finden.

Nicht so Ibrahima Konaté, der zuletzt immer wieder mal mit in die Offensive vorstieß und dabei gegen Dortmund plötzlich mal als Flügelstürmer agierte. In Düsseldorf wirbelte er die Fortuna-Abwehr bei einem Vorstoß mit einem beherzten Antritt komplett durcheinander und hat dann Glück, dass der nicht ganz sauber getroffene Ball an den Innenpfosten und von dort ins Tor rollt.

„Er könnte auch Zehner spielen, wenn er sowas wie heute macht“, zeigte sich Doppelpacker Yussuf Poulsen nach der Partie beeindruckt von den Qualitäten seines französischen Kollegen. Dazu passt auch, dass  Ibrahima Konaté in dieser Saison schon in zehn Dribblings gegangen ist. Alle zehn gewann der 19-Jährige, der über eine beeindruckende Dynamik in Eins-gegen-Eins-Situationen verfügt. Dass ihn Ralf Rangnick künftig in die Offensive stellt, ist nicht anzunehmen. Gegen weitere Konaté-Treffer hätte der Coach von RB Leipzig aber vermutlich genauso wenig einzuwenden wie gegen einen torgefährlicheren Konrad Laimer.

(RBlive/ mki)