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Leipzigs neue Lust an Standards: Doppelpacker Orban „überrascht sich selbst”

„Die Haare wieder schön richten”: Kopfball-Doppel-Torschütze Willi Orban.

„Die Haare wieder schön richten”: Kopfball-Doppel-Torschütze Willi Orban.
Copyright: imago/Picture Point LE

Willi Orban konnte sich den Hinweis an Yussuf Poulsen nicht verkneifen. Nach dem 3:0 in Hannover ging RB Leipzigs Kapitän zu dem Stürmer und sprach ihn lachend auf das Thema Doppelpacks an. Bislang waren Timo Werner und eben Poulsen mit sechs beziehungsweise vier Doppeltreffern in dieser Saison die Spezialisten auf diesem Gebiet gewesen.

In Hannover nun reihte sich auch Willi Orban mit seinen beiden Standardtreffern per Kopf – jeweils nach Ecken – ein (64., 85.) ein. Kurz darauf in den Stadionkatakomben der Arena in Hannover sagte der Spielführer dann stolz: „Die beiden haben so viele Doppelpacks geschnürt, da wollte ich zeigen, dass ich das auch kann.” Es sei „ein überragendes Gefühl, das erste Mal in der 1. Liga zwei Tore zu machen”.

Orban nach zwei Kopfballtoren: „Haare wieder schön richten”

Einmal bereitete Marcel Halstenberg vor, einmal Emil Forsberg. Cool strich sich Orban nach dem dritten Leipziger Treffer durch die Haare und drehte jubelnd ab. „Ich habe zweimal den Ball mit dem Kopf reingemacht, da wollte ich mir die Haare wieder schön richten”, erklärte der 26-Jährige.

Orban erstaunte sich mit seiner Leistung sogar selbst. „Manchmal überrascht man sich selbst”, sagte er. „Ich bin immer noch in der Entwicklung, Ralf Rangnick kann Spieler besser machen. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass ich mich entwickelt habe.”

Umstellung bringt Erfolg: Halstenberg schlägt jetzt die Ecken

Cheftrainer Rangnick lobte Orban als „bei Standards durchaus torgefährlichen Spieler” und freute sich über die generelle Steigerung bei Offensivstandards ebenso wie über die Defensivstabilität, für die auch der umsichtige und engagierte Orban zuständig war. „Wir haben zu Null gespielt und drei Tore nach Standards geschossen – das freut mich besonders. Wir waren heute richtig gut in dem Bereich”, betonte der 60-Jährige.

Rangnick betonte, dass die neue Standardstärke vor allem mit der neuen Einteilung der Eckenschützen einhergehe. „Das hat etwas mit der Qualität der Eingaben zu tun. In der Hinrunde haben wir Marcel Halstenberg oft als Kopfballspieler in die Mitte gestellt”, sagte Rangnick. Seit Halstenberg die Eckstöße schlage, „kommen von zehn Ecken acht dahin, wo sie hinkommen sollen”. Gegen Hannover war der Plan, die Ecken auf den ersten Pfosten zu schlagen. Einmal stand Orban genau dort; zuvor war der Ball durch die unsortierte Abwehr der Gastgeber gesegelt, sodass Orban nach Aufsetzer verwandelte.

Neue Varianten – Orban will „noch ein paar Standardtore mehr machen”

Zur Erinnerung: In der Vorsaison hatte Leipzig noch an einem Standardtrauma gelitten. In Europapokal-Wettbewerben und Bundesliga kassierte RB massig Tore nach ruhenden Bällen – oft ein Genickbrecher. Seit Saisonbeginn investiert Rangnick viel mehr Zeit in Standardtraining – offensiv wie defensiv.

„Wir haben bereits in der Hinrunde, aber vor allem in der Winterpause viel, viel Zeit in Standards investiert, um uns zu belohnen. Da hatten wir bisher zu wenig Ertrag”, erklärte Orban. Nun läuft es andersherum und RB profitiert von der Bilanz von 6:2 Toren nach Ecken oder Freistößen. „Oft ist das ein Dosenöffner, das war schon gegen Düsseldorf so”, so Orban, der noch Steigerungspotenzial sieht. „Wir können ruhig noch ein paar Standardtore mehr machen.”

Die sollen auch durch kreative, neue Varianten vor allem bei Freistößen entstehen. Einmal spielte Halstenberg flach rechts raus auf Tyler Adams, dessen Flanke gefährlich in den Strafraum der 96er segelte. „Das Trainerteam gibt uns je nach Gegner immer neue Varianten mit auf den Weg”, sagte Orban. „Es hilft uns einfach im Spiel.”

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