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Lukas Klostermann im Interview: „Wenn man etwas Großes erreichen möchte, darf man sich keine Ausrutscher erlauben“

Lukas Klostermann vor dem Bundesligastart von RB Leipzig.

Lukas Klostermann vor dem Bundesligastart von RB Leipzig.
Copyright: imago images / eu-images

Lukas Klostermann, Sie hatten, bedingt durch die U21-EM, keine ganz so lange Sommerpause. Sind Sie dennoch froh, dass die Bundesliga wieder losgeht?

Lukas Klostermann: Natürlich, da freut man sich immer wieder drauf. Egal, wie lange die Vorbereitung ist – sie ist immer zu lang. Die Vorfreude steigt stetig und man möchte, dass es wieder losgeht.

Lukas Klostermann will mit RB Leipzig Abschneiden der Vorjahre bestätigen

In der vergangenen Saison war für RB mit Platz drei, dem Pokalfinale und der besten Abwehr der Liga sehr erfolgreich. Wird es noch besser?

Ich glaube schon, dass wir an die Leistung der letzten drei Jahre anknüpfen können. Wir haben es bislang jedes Jahr geschafft, uns für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Das ist auch in dieser Saison unser Ziel.

Wollen Sie sich als Verteidiger der besten Abwehr der Liga dann noch mal besonders beweisen, um die vergangene Saison zu bestätigen?

Das war ein schöner Nebeneffekt, aber das war nicht nur der Verdienst der Abwehrspieler. Die gesamte Mannschaft hat gut gegen den Ball gearbeitet und versucht, wenig zuzulassen. So hat vorn oft ein Tor für die drei Punkte gereicht und wir haben viele Spiele gewonnen.

RB Leipzig im Titelkampf? Nur wenn man ohne Ausrutscher durch die Saison kommt

Alles spricht über den Zweikampf Bayern gegen Dortmund. Ist das fair gegenüber anderen Teams?

Diese beiden Vereine haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sie das Titelrennen unter sich ausgemacht haben. Sie sind natürlich die Favoriten in der Meisterschaft. Aber wie in jedem Jahr wird es eine oder auch zwei Mannschaften geben, die überraschend oben spielen. Für uns ist es wichtig, an die Leistungen der vergangenen Jahre anzuknüpfen und erfolgreich zu starten.

Der neue Trainer Julian Nagelsmann hat gesagt, er sei hier, um Titel zu gewinnen. Wie reif ist die Mannschaft dafür?

Wir waren im Pokal schon sehr nah dran, einen Titel zu gewinnen. Momentan ist das schwierig zu beantworten, da man über einen langen Zeitraum konstant spielen muss. Man muss in der heißen Phase von März bis Mai in so einer guten Ausgangsposition sein, dass man die Chance hat, ganz vorn anzugreifen. Das wird ein Prozess über die ganze Saison, in dem man sich keine Ausrutscher erlauben darf, wenn man etwas Großes erreichen möchte.

Stimmungsboykott hilft Union Berlin nicht

Die ersten drei Punkte gibt’s am Sonntag bei Union Berlin. Welche Erwartungen haben Sie?

Wir haben dort schon gespielt und es war immer eine sehr, sehr gute Stimmung. Ich gehe davon aus, dass sie als Aufsteiger viel Leidenschaft zeigen wollen. Es wird sehr unangenehm zu spielen sein, Union wird alles reinwerfen, was sie haben.

Die Fans von Union Berlin haben einen Stimmungsboykott angekündigt. Schaden Sie damit nicht eher der eigenen Mannschaft als dem Gegner?

Wirklich unterstützen werden sie ihr Team damit sicherlich nicht. Ich finde das schade, weil die Mannschaft schon von der Stimmung lebt. Deshalb haben sich einige Spieler von Union auch kritisch geäußert. Das wird der Mannschaft nicht helfen. Für uns ist das aber kein Thema, wir schauen in erster Linie auf uns.

Sie sind viele Proteste gegen RB Leipzig gewohnt. Reicht es nicht langsam oder wird das den Club noch lange begleiten?

In den letzten Jahren ist doch so gut wie nichts mehr passiert. Als Auswärtsmannschaft wird man ja nie mit offenen Armen empfangen. Von daher spielt das keine Rolle. Ich verstehe grundsätzlich nicht so ganz, warum Fans überhaupt auf gegnerische Mannschaften schauen. Es wäre wesentlich effektiver, die eigene Mannschaft zu unterstützen und einen Hexenkessel aufzubauen. Nur so sollte und kann man den Gegner beeindrucken.

Lukas Klostermann empfindet Nagelsmann-Training als anspruchsvoll, aber anschaulich umgesetzt

Inwiefern hat sich ihre Rolle als Außenverteidiger unter Julian Nagelsmann verändert?

Es gibt einige Details, die sich verändert haben. Ein neuer Trainer bringt natürlich eigenen Ideen mit. Das ist gut, dass man als Spieler anderen und neuen Input bekommt. Im Anlaufen spiele ich ein wenig höher, aber das lässt sich schwer pauschalisieren und hängt auch vom Gegner ab. Wir wollen im Offensivspiel sehr flexibel sein und den Gegner vor verschiedene Aufgaben stellen, so dass man sich nicht auf uns einstellen kann. Wir wollen so unberechenbar wie möglich sein. Dann haben wir einen kleinen Vorteil auf unserer Seite.

Julian Nagelsmann will seine Spieler konsequent überfordern, um sie weiterzuentwickeln. Wie sehr qualmt Ihnen der Kopf?

Es hält sich insofern im Rahmen, da alles sehr anschaulich dargestellt wird. Es ist manchmal viel Detailarbeit verlangt. Hilfreich ist, dass wir Dinge, die wir theoretisch besprechen, gleich auf dem Platz umsetzen. So bekommt man ein viel besseres Gefühl dafür, was der Trainer von einem verlangt.

In der Nationalmannschaft wird mit Dreierkette gespielt. Kommt es Ihnen entgegen, dass Sie dieses System nun dauerhaft in Leipzig spielen?

Wahrscheinlich ist es kein Nachteil, aber wie schon gesagt, hängt gute Abwehrarbeit nicht nur von einem Spieler ab. Da ist die ganze Mannschaft gefragt.

(dpa)

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