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Naby Keita: Ralf Rangnick hält Vertragsverlängerung für unwahrscheinlich

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und Naby Keita kennen und schätzen sich.

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und Naby Keita kennen und schätzen sich.

Sportdirektor Ralf Rangnick glaubt nicht, an eine Vertragsverlängerung mit dem umworbenen Mittelfeldmann Naby Keita. „Ich gehe aktuell nicht davon aus, dass wir es schaffen, seinen Vertrag vorzeitig zu verlängern“, erklärt er im Interview mit Sportbild (Print).

„Ich kann versichern, dass Naby in dieser Saison bei uns spielt. Alle anderen Szenarien hängen natürlich auch davon ab, wie wir in dieser Saison abschneiden, wie Naby selbst spielt und so weiter…“, fügt er zur Zukunft des 22-Jährigen bei RB Leipzig hinzu.

Versuche der Vertragsverlängerung mit Naby Keita bisher erfolglos

Schon im Februar hatte Rangnick davon gesprochen, dass man den Vertrag mit Naby Keita gern verlängern möchte und in Gesprächen mit dem Spieler sei. Damals hatte er sich diesbezüglich vorsichtig optimistisch gezeigt. Keita selbst hatte im April erklärt, dass er für solche Dinge während der Saison nicht den Kopf frei habe.

Gleichlautenden Berichten zufolge beinhaltet Keitas derzeitiger Vertrag eine Klausel, nach der er für rund 50 Millionen Euro im kommenden Sommer den Verein verlassen kann. Bei einer Vertragsverlängerung würde RB Leipzig sicherlich darauf hoffen, diese Klausel streichen zu können.

Ralf Rangnick mit gutem persönlichem Kontakt zu umworbenen Spielern

Dass Spieler wie Naby Keita und Emil Forsberg wegen des Interesses europäischer Topklubs abheben, glaubt Rangnick nicht. „Da machen wir uns keine Sorgen. Die Spieler sind vor allem auch wegen ihrer intakten Mentalität bei uns. Dass sich jemand überschätzt, wird nicht passieren.“ Er habe auch in den letzten Wochen immer im persönlichen Kontakt mit Forsberg gestanden. „So läuft das auch mit allen anderen Spielern. Das persönliche Verhältnis ist einwandfrei.“

Die Stammspieler von RB Leipzig wüssten, was sie an ihrem Verein haben und was sie ihm verdanken. „Sie sehen, dass das eingetreten ist, was wir ihnen in den Gesprächen vor der Verpflichtung prophezeit hatten. Jeder hat sich sportlich und auch in Sachen Marktwert weiterentwickelt.“ Der Verein halte mit der Entwicklung der Spieler aber mit. „Sollte sich mal ein Spieler schneller entwickeln als der Verein, kann ein Wechsel eventuell Sinn machen.“

Rangnick noch nicht am Ende seiner Reise mit RB Leipzig

Schwer falle es Ralf Rangnick nicht, hohe Angebote für seine Spieler abzulehnen. „Es spielt überhaupt keine Rolle, ob da 75 Millionen draufstehen oder 100 Millionen. Wir haben uns nicht fünf Jahre lang so entwickelt, damit wir im ersten Champions­-League­-Jahr einen unserer besten Spieler abgeben. Wir wollen niemandem beweisen, dass wir Marktwerte schaffen können, sondern wir wollen sportlich erfolgreich sein.“

Trotz dieser Philosophie glaubt der Sportdirektor von RB Leipzig nicht, dass man damit den Bayern Konkurrenz machen kann. Zudem würden „noch mindestens fünf, sechs andere Klubs“ wirtschaftlich vor RB stehen. Entsprechend sei „sportlich auf dem Papier nicht mehr viel Luft nach oben, finanziell und strukturell aber schon“. Beim Ausreizen dieser Potenziale will Ralf Rangnick weiter helfen. „Ich habe noch zwei Jahre Vertrag in Leipzig und kann mir sehr gut vorstellen, noch länger hierzubleiben.“