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Rangnick über Haidara-Wechsel: „Jeder Klub in Österreich ein Ausbildungsverein“

Sticht blondiert auch optisch heraus: Amadou Haidara.

Sticht blondiert auch optisch heraus: Amadou Haidara.
Copyright: imago/Eibner Europa

Vor dem Bruderduell zwischen RB Leipzig und dem Salzburger Red-Bull-Klub hat sich Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick auch über die Transferpolitik zwischen Salzburg und Leipzig geäußert. Sein Kollege Marco Rose mochte das nicht so stehenlassen. Und natürlich ging es in diesem Zusammenhang auch um Salzburgs Juwel und Leipzigs Wunschspieler Amadou Haidara. Von der Pressekonferenz im Stadion berichtet Ullrich Kroemer.

Als die Frage nach dem bevorstehenden Wechsel von Amadou Haidara nach Leipzig kam, wand sich Rangnick um eine Antwort herum. „Die Frage kann ich nicht beantworten, weil ich nicht über Spieler spreche, die woanders spielen. Haidara spielt morgen für Salzburg und gegen uns”, sagte Rangnick.

Ob Salzburgs begehrter Mittelfeldspieler einer der beiden Akteure sei, mit denen sich RB Leipzig bereits auf einen Transfer im Winter geeinigt hätte, wurde Rangnick noch gefragt. Der 60-Jährige verneinte nicht, sondern wiederholte nur ausweichend, man habe sich mit den abgebenden Vereinen darauf verständigt, die Namen nicht zu nennen.

Rangnick: „Warum sollen wir zuschauen, wie Hochbegabte Salzburg verlassen?”

Einige Sätze ließ sich der Manager der Sachsen dann doch noch zu seinem Wunschspieler und dem Leipziger Transfer-Selbstverständnis entlocken: „Dass Haidara höchstwahrscheinlich irgendwann mal so weit ist, den Schritt in die nächst höhere Liga zu machen, ist klar”, betonte Rangnick. Und: „Jeder Verein in Österreich ist ein Ausbildungsverein. Spieler, die sich entwickeln, zwei, drei, maximal vier Jahre dort gespielt haben, wechseln. Das wird so bleiben.” Auch in Deutschland würden alle Vereine außer Bayern München die besten Spieler „zu noch größeren Vereinen in noch besser bezahlte Ligen verlieren. Wir konnten Naby Keita leider auch nicht halten.”

In diesem Zusammenhang untermauerte Rangnick auch den Anspruch der Leipziger, weiterhin Ansprechpartner für Transfers von wechselwilligen Salzburger Spielern sein zu wollen. „Warum sollen wir hier in Leipzig zuschauen, wie hochbegabte Spieler Salzburg verlassen und sie woanders hingehen lassen?”, fragte der Leipziger Chefeinkäufer. „Wenn wir uns da nicht einbringen und unseren Hut in den Ring werfen würden, würden wir unseren Job hier nicht gut machen. Wenn Spieler soweit sind, um den nächsten Schritt zu machen, muss es auch erlaubt sein, dass wir sagen: ,Uns gibts auch! Vielleicht wäre der Schritt nach Leipzig nicht der ganz verkehrte.’”

Marco Rose: „Extrem stolzer und ambitionierter Verein”

Dass ihm das nicht nur Sympathien bei seinen Ex-Klubs einbringt, hält Rangnick aus. Ich weiß nicht, wie viele mich in Salzburg, Hannover oder Schalke noch mögen. Darauf kommt es auch nicht an. Fans reagieren nun mal emotional, weil sie ihren Verein und ihre Spieler ins Herz geschlossen haben. Entscheidend ist, was in den letzten sechs Jahren in Salzburg passiert ist”, sagte Rangnick.

Marco Rose, der kurz darauf auf Rangnicks Antwort angesprochen wurde, mochte das so nicht stehenlassen. „Wir sehen uns nicht als Ausbildungsverein, aber ich glaube zu wissen, was Ralf meint. Dass die Liga in Österreich für den ein oder anderen zu klein wird.” Doch Salzburgs Chefcoach betonte: „Trotzdem sind wir ein extrem stolzer und ambitionierter Verein, der große Ziele hat.”

Amadou Haidara, den sie in Salzburg „Doudou” nennen, sei „ein überragender Junge, mit gutem Schmäh, ein hervorragender Fußballer und top Charakter, der sich richtig gut eingefügt hat bei uns”, sagte Rose und betonte: „ Ich glaube, dass der Junge eine große Karriere vor sich hat – im Moment zum Glück bei uns – und hoffe, dass er das morgen zeigen kann.”

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