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RB-Coach vor Bewährungsprobe Marsch muss schnell aus kleinen Fehlern lernen

Jesse Marsch steht vor schweren Wochen mit RB Leipzig.

Jesse Marsch steht vor schweren Wochen mit RB Leipzig.

RB Leipzig ist unter Jesse Marsch schlecht in die Saison gestartet. Dass drei Punkte aus vier Spielen zu wenig sind, wissen auch die beiden Bosse Oliver Mintzlaff und Florian Scholz. Grund zur Panik gibt es nicht: An den Zielen werde nicht gerüttelt und auch ein neuer Sportdirektor soll mittelfristig wieder für Entlastung sorgen, wie die Sport Bild (Mittwoch) berichtet. Dennoch steht dem Team nicht nur mit dem Duell gegen Manchester City eine schwere Belastungsprobe ins Haus.

RB erwirtschaftet Transferplus

RB hat in der Sommertransferperiode mit Marcel Sabitzer, Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté drei Schwergewichte von der Gehaltsliste streichen können. Dass RB Leipzig weiterhin nachhaltige Spielertransfers realisiert zeigte sich in diesem Sommer. Flops wie Alexander Sörloth und Hee-chan Hwang konnten abgegeben werden, ohne dass unter dem Strich ein dickes Minus steht. Die Transferbilanz ist Dank hoher Einnahmen positiv, zugleich stehen im Kader weiterhin begehrte Spieler, denen der Sprung zu einem Topklub zuzutrauen ist. Dani Olmo und Christopher Nkunku entwickelten sich gut, Ilaix Moriba nach Leipzig zu bekommen steht dem Klub ebenso gut zu Gesicht.

„Brauchen diese Position“: Mintzlaff sucht weiter nach Sportdirektor

Im letzten Transferfenster kümmerten sich Chefscout Christopher Vivell, Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Kaufmännischer Leiter Sport Florian Scholz gemeinsam um die Spielerwechsel, obwohl nach dem Abschied von Markus Krösche zunächst zeitnah ein neuer Sportdirektor kommen sollte. "Klar ist: Wir werden einen neuen Sportdirektor holen, denn wir brauchen diese Position in unserem Team", wiederholte Mintzlaff vor dem Bayern-Spiel gegenüber der Sport Bild. Der neue Mann soll Fähigkeiten mitbringen, die man bei dem Dreigestirn momentan vermisst. Es bleibt bei der Kategorie eines ehemaligen Profis mit Erfahrung als Führungskraft und Draht zur Mannschaft.

Champions League bleibt Pflicht

Seitdem der Verein regelmäßig um die Champions League spielt, sorgen die Neuzugänge trotz der Philosophie als Entwicklungsverein jede Saison für steigende Gehaltskosten. "Wir wollen in die Champions League, um uns einen hochwertigen Kader leisten zu können und uns als Verein weiter zu etablieren", sagt Florian Scholz daher. Die Erfolglosigkeit zu Saisonbeginn sollte sich also besser nicht zu einer Eigendynamik entwickeln, die die Platzierung unter den besten vier am Ende gefährden kann.

Jesse Marsch hat das Vertrauen, aber muss aufpassen

Laut Sport Bild gibt es allerdings zumindest manche Punkte, bei denen Jesse Marsch in der kommenden Phase besonders aufpassen muss, auch wenn die Bosse ihm den Rücken stärken. Zum einen gebe es Führungsspieler, die zumindest solange wieder Ballbesitzelemente aus der Nagelsmann-Ära behalten wollen, wie die neue Strategie nicht ganz aufgeht. Auch Nagelsmann hatte zu Beginn seiner Amtszeit Übergangsschwierigkeiten und überforderte das Team. Der Unterschied: Es machte sich nicht so bemerkbar, denn die Ergebnisse stimmten und damit blieb der Druck kleiner.

Fingerspitzengefühl ist gefordert

Zudem soll die fast kleinlaute Ansage von Marsch vor dem Topspielen gegen Bayern und Manchester in der Kabine nicht einwandfrei angekommen sein. Dass sich Marsch nach dem Sieg gegen Stuttgart vor der Kurve zeigte und nach der Niederlage gegen die Bayern abdampfte, erklärte er mit dem Frust. Verständlich, aber taktisch unklug gegenüber seinen Spielern. Man muss ihm zugute halten: Er selbst hatte das Feiern mit den Fans eigentlich vermeiden wollen, weil er sich ungerne in den Mittelpunkt stellt.

Leichte Unzufriedenheit soll es dem Bericht nach auch bei Spielern wie Kampl und Laimer geben, die an Einfluss auf dem Platz verloren haben. Das ist nichts Ungewöhnlich, vor allem wenn die Spielenden zu wenig Punkte einfahren, muss aber moderiert werden. 

(RBlive/msc)