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RB in der Europa League – Hasenhüttl will Leidenschaft statt Tiki-Taka

Bei Ralph Hasenhüttl wird an der Linie schwer gearbeitet, gecoacht und gejubelt.

Bei Ralph Hasenhüttl wird an der Linie schwer gearbeitet, gecoacht und gejubelt.
Copyright: imago

Am Mittwochabend verpasste Ralph Hasenhüttl mit RB Leipzig gegen Besiktas Istanbul den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Schon vor der Partie sprach er mit der FAZ ausführlich über Fehler.

Ralph Hasenhüttl: Fehler sind gegen Porto passiert

Im Hinblick auf das verpasste Achtelfinale war der RB-Coach sicher, dass die beiden Spiele gegen den FC Porto entscheidend waren. Zwar ließ man auch im ersten Spiel gegen AS Monaco wichtige Punkte liegen, aber die Fehler sah Hasenhüttl auch beim Sieg zuhause gegen Porto. Hier hätte man „die zwei Gegentore bei unserem 3:2-Sieg vermeiden sollen.“ Dann hätte man den direkten Vergleich nicht verloren und die Ausgangslage wäre eine andere gewesen. „Hätten wir damals stärker im Hinterkopf gehabt, dass der direkte Vergleich den Ausschlag geben kann, hätten wir gegen Porto nach der Führung vielleicht konzentrierter in der Defensive agiert.“

Keine Probleme bei – sondern vor Standards

Anschließend hieß es häufig, RB habe ein Problem bei gegnerischen Standards. Selbst wenn man einige Tore nach ruhendem Ball bekam, sah Hasenhüttl dabei eine Verkettung verschiedener Umstände und keine Schwäche seiner Mannschaft. Heil sucht er dabei zukünftig vor dem Pfiff. Man wolle „nicht den Fehler suchen, wenn das Tor durch eine Standardsituation passiert ist, sondern vorher.“ Und nach eigener Auswertung hat man sich bereits verbessert. „Wir attackieren jetzt im hinteren Drittel geschickter“, so Hasenhüttl.

Das war auch nötig, wenn man seiner Analyse vertraut. Denn eigentlich ist das RB-Spiel auch auf Risiko bei der Balleroberung in der eigenen Hälfte ausgelegt. In hohem Tempo kann es da schnell mal einen gefährlichen Freistoß geben. Daher will man in der eigenen Hälfte hinten nicht mehr um jeden Preis erobern, sondern hinten raus drängen. „Wir können jetzt auch auf den Fehlpass warten – und so den Ball erobern und dann schnell umschalten“, erklärt der Österreicher.

Hasenhüttl ist kein Freund vom Guardiola-Fußball

Denn von dem Risiko nach vorne wird er sich nicht verabschieden. Selbst bei mehr Ballbesitz. „Fehlervermeidungs-Fußball möchte ich nicht spielen. Ich bin auch kein Freund davon, den Gegner bei Ballbesitz zehn Minuten am Stück laufen zu lassen und dabei gar nicht das Ziel zu haben, ein Tor zu schießen.“ Mit dieser Philosophie trieb Pep Guardiola lange die Gegner vom FC Barcelona und FC Bayern zur Verzweiflung. „Fußball muss lebendig sein. Aber dieser Ballbesitz-Fußball ist nicht lebendig“, hat Hasenhüttl eine eigene Meinung zum Tiki-Taka.

Leidenschaft wichtiger als Siegen?

Stattdessen setzt er auf Leidenschaft. Natürlich will man mit Siegen begeistern. Das hatte man sich fest gegen Besiktas Istanbul vorgenommen. Und wurde bitter enttäuscht über das Ergebnis des betriebenen Aufwands. „Aber auch Niederlagen können begeistern. Als wir im letzten Jahr 4:5 gegen Bayern verloren haben, ist keiner nach Hause gegangen und hat unserer Mannschaft diese Niederlage übelgenommen“, stellt er das Fanerlebnis in den Mittelpunkt.

RB Leipzig begeistert die Fans jetzt in der Europa League – mit Dominik Kaiser?

Und das funktioniert auch nach dem Ausscheiden aus der Champions League. Denn selbst bei einem Sieg gegen Besiktas hätte RB Leipzig durch das 5:2 des FC Porto gegen AS Monaco die Segel streichen müssen. Trotzdem freuen sich Spieler und Fans nun über möglichst viele Runden in der Europa League und auch über die Einwechselung ihres Lieblings Dominik Kaiser. Womöglich werden die fünfzehn Minuten seine letzten im internationalen Geschäft, denn in der Winterpause könnte der Abschied vom verdienten Profi nahen, der schon in der Regionalliga im Club war.

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