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von Ullrich Kroemer

Spieler loben Nagelsmanns Taktik: Die Gründe für Torrausch und Kreativexplosion

Auf und davon: Christopher Nkunku bereitet nach Patzer von Jonas Hector das 1:0 vor.

Auf und davon: Christopher Nkunku bereitet nach Patzer von Jonas Hector das 1:0 vor.
Copyright: imago/Sven Simon.

Spieler und Verantwortliche des 1. FC Köln waren nach dem 4:1 bei RB Leipzig zwar bedient. Doch sie wussten: Es hätte auch noch schlimmer kommen können. Denn RB vergab eine Reihe guter Möglichkeiten. Timo Werner etwa schoss in der zweiten Hälfte freistehend über das Tor (67.). Und auch Trainer Julian Nagelsmann entschuldigte sich, dass man nicht immer ein Feuerwerk abbrennen könne.

Dabei hatten die Leipziger ja vier Mal getroffen und setzten damit den Torrausch der vergangenen Spiele fort. 24 mal hat die Mannschaft nun in den vergangenen fünf Spielen getroffen. Mit 33 Toren ist RB gemeinsam mit dem FC Bayern das torgefährlichste Team der Bundesliga. Und auch in den großen europäischen Ligen haben nur der FC Barcelona (35) und Manchester City (37) mehr Treffer erzielt – beide haben allerdings ein Spiel mehr absolviert. So gehört RB aktuell zu den torgefährlichsten Teams Europas.

Konrad Laimer: „Wir wissen gerade genau, wo wir hinspielen sollen”

Seit der Standpauke nach der Niederlage in Freiburg ist das Kreativspiel der Leipziger explodiert und somit auch Anzahl von Chancen und Toren. „Wir spielen geilen Fußball, haben in jedem Spiel neue Ziele, wo wir hinspielen wollen”, erklärte Emil Forsberg nach seinem Doppelpack gegen Köln. Und auch seine Teamkollegen lobten Trainer Julian Nagelsmann für dessen detaillierte Spielvorbereitung. „Wir bewegen uns richtig viel und gut in den Räumen”, sagte Konrad Laimer. Der Österreicher erzielte mit einem Traumtor aus der Distanz das 3:1 (37.). „Der Trainer stellt uns sehr gut auf die Gegner ein. Wir wissen genau, wo wir hinspielen sollen und können das gerade sehr gut umsetzen.” Sowohl für Ballbesitz- als auch für Umschaltsituationen geben Nagelsmann und sein Team den Spielern auf jeden Gegner individuell zugeschnitten zahlreiche konkrete Handlungsanweisungen mit. Mittlerweile können das die Spieler umsetzen, ohne gehemmt zu agieren.

Fußballlehrer Nagelsmann war speziell über die Leistung in der ersten Hälfte höchst erbaut. „Wir haben viele Chancen herausgespielt, es spielerisch sehr gut gelöst und wenig Konter zugelassen, hatten guten Druck und eine gute Spielverlagerung”, freute sich der 32-Jährige. Aktuell, betonte der Chefcoach, sei RB die Mannschaft mit den meisten Toren aus dem eigenen Passspiel heraus. Generell ist Nagelsmann auch mit der Verteilung der Tore zufrieden. Zwölf verschiedene Spieler haben in der Liga getroffen. Und auch die Art und Weise, wie variabel RB trifft, gefällt dem Trainer. „Wir bauen die Torgefahr in verschiedenen Bereichen aus, versuchen sie gut zu verteilen, wollen bei den Standards noch zulegen”, bewertete er.

Spielerisch nähert sich das Team immer mehr Nagelsmanns Vorstellungen von Ballbesitzspiel an. Gegen Köln hatte Rasenballsport 65 Prozent Ballbesitz, verschleppte aber dennoch selten das Tempo und hatte stets gute Lösungen gegen die tief, aber nicht wirklich kompakt stehenden Kölner parat. Die Mischung, den Ball auch mal länger in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und dann durch gute Verlagerungen Torgefahr zu erzeugen, stimmte gegen die überforderten Rheinländer.

Switch zwischen Dreier- und Viererkette beflügelt Offensivspiel

Dazu trägt auch die variable Abwehrformation bei. Bei eigenem Ballbesitz verteidigte RB mit einer Dreierkette. Wenn Köln am Ball war, rückten meist Marcel Halstenberg, bisweilen auch Marcel Sabitzer nach hinten und machten die Dreier- zur Viererkette. „Der Switch hat gut geklappt”, lobte Nagelsmann. „Sabi macht das immer sehr zuverlässig, weil er nicht im Kopf hat, dass er eigentlich gelernter Zehner ist, sondern einfach auf der Außenbahn spielt.”

So konnte der Trainer nur Kleinigkeiten monieren. „Unsere Spielaktivität war in der zweiten Hälfte, als Köln etwas Druck gemacht hat, nicht so hoch, gerade in der Eröffnung zentral. Da länger den Ball zu halten, ist eine Stellschraube. Und wir hatten ein bisschen zu hohe Positionen auf den Flügeln. Es gibt immer was zu tun”, so Nagelsmann. (RBlive)

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