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Timo Werner: „Leipziger Fans haben großen Anteil daran, dass ich Nationalspieler bin”

Timo Werner im Trikot von Deutschland

Timo Werner im Trikot von Deutschland
Copyright: imago/Laci Perenyi

Neue Fannähe: Einige Spieler haben vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Russland eine Schule unweit des Stadions besucht und sich den Fragen von Schülern und Journalisten gestellt. Darunter auch RB Leipzigs Stürmer Timo Werner. Von Ullrich Kroemer.

Sani aus der Klasse 7b der Leipziger Sport-Oberschule kam direkt zur Sache. „Wie findest Du, dass Mesut Özil nicht mehr für Deutschland spielt?”, fragte er Nationalspieler Leroy Sané. Erst ging erst ein Raunen durch die Aula der Schule, dann applaudierten die Zuhörer und schließlich lachte auch das Quintett auf dem Podium. Neben Sané waren Timo Werner, Manuel Neuer, Julian Brandt und Teammanager Oliver Bierhoff zur Pressekonferenz erschienen.

Um seine neue Fannähe zu unterstreichen, hatte der Deutsche Fußball-Bund kurzerhand die ursprünglich im Stadion geplante Fragerunde vor dem Testspiel gegen Russland (Do., 20.45 Uhr) in die Schule unweit der Arena verlegt. Dabei durften nicht nur die Journalisten, sondern auch die Kinder ihre Fragen loswerden. Der mit riesigen Kronleuchtern und Stuck verzierte Saal des Gründerzeitbaus war proppevoll, auch auf den Emporen drängten sich die Schüler und Lehrer.


Sané nahm sich schließlich das Mikrofon und antwortete ganz professionell: „Für mich ist es natürlich schade, ich hätte gern noch mit Mesut zusammengespielt. Ich schätze ihn nicht nur als Fußballer, sondern auch als guten Freund”, sagte der 22-Jährige. „Leider ist es nicht mehr so, wir haben andere gute Spieler, mit denen ich mich gut verstehe und von denen ich viel lernen kann.”

Bierhoff: „Wollen der Mannschaft ein junges Gesicht geben”

Das war dann auch gleich die Überleitung zum neuen, frischen, jugendlichen Image und Aufgebot des Teams. Von den Etablierten sind ja nur noch Manuel Neuer, Mats Hummels, Thomas Müller und Toni Kroos übrig. „Wir wollen der Mannschaft ein junges Gesicht geben, wollen jungen Spielern immer mehr Platz geben”, sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Das soll auch mehr Zuschauer zu den Länderspielen locken. Erst etwa 28.000 Karten sind für das Spiel am Donnerstag verkauft. „Am Ende hängt es auch mit uns zusammen. Wir willen selbst, dass unsere Leistungen in den vergangenen sechs Monaten nicht zufriedenstellend waren”, sagte Bierhoff selbstkritisch. „Für uns gilt es, mit begeisterndem tollen Fußball mehr Freude auf die Nationalmannschaft zu machen. Dann werden auch wieder mehr Zuschauer kommen.”

Timo Werner: „Will zeigen, dass ich zu Recht Nationalspieler bin”

Für Timo Werner ist es freilich „etwas ganz Besonderes und Schönes” vor heimischer Kulisse spielen zu dürfen. „Hier bin ich zum Nationalspieler geworden. Die Fans haben einen sehr großen Anteil daran, dass ich jetzt hier sitzen darf, weil sie mich unterstützt haben in einer Phase in der es neben dem Platz drunter und drüber ging”, sagte Werner empathisch. „Ich will zeigen, dass ich zu Recht Nationalspieler bin – vielleicht mit einem Tor, aber zumindest gewinnen.” Sein Nebenmann Manuel Neuer Timo Werner traute Werner „mindestens ein Tor“ zu.

Ex-Stürmer Bierhoff imponiert „die Aggressivität, der Biss, wie er immer wieder seine Chancen sucht und sich durchackert”, sagte der Teammanager und betonte, dass man Werners „Entschlossenheit im Spiel” auch in seinem Charakter wiederfinde. „Aber er ist nicht nur schnell und aggressiv, sondern kann auch Tore machen”, so Bierhoff. Bei seiner Entwicklung zum Topstürmer müsse man „auch mal kleine Durchschnaufpausen akzeptieren”.

Die Leipziger Schüler können wegen der späten Anstoßzeit, die die TV-Stationen gemeinsam mit der UEFA festlegen, zumeist nicht dabei sein, waren aber nach dem prominenten Besuch seelig. Kenan aus der 5b, der im DFB-Trikot mit der Nummer zehn erschienen war, sagte aufgeregt: „Das war mal richtig echt, nicht wie im Fernsehen.”

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